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Umnutzung des Geländes Teves-West

Übersichtskarte Nutzungskonzept Teves-West, © BSMF, Frankfurt

Das Tevesgelände im Westen des Gallus, ein seit Jahren brachliegendes Gewerbegelände, konnte durch einen Mietvertrag zwischen der KEG Konversionsentwicklungsgesellschaft mbH und der Stadt Frankfurt 2005 für die Dauer von 25 Jahren für das Projekt „Soziale Stadt Gallus“ gesichert werden. Hier soll den umfassenden Zielen des Programms „Soziale Stadt “ Rechnung getragen werden und ein Stadtteilzentrum mit den Nutzungsschwerpunkten Ausbildung, Beschäftigung, Kultur und Sport entstehen. Zum einen müssen die vorhandenen Gebäude instand gesetzt bzw. modernisiert werden. Zum anderen wurde ein Nutzungskonzept in Abstimmung mit den vor Ort ansässigen Trägern und dem Stadtteilbeirat 2005/2006 erarbeitet. Erste Gebäudeabschnitte sind bereits hergerichtet und werden von Nutzern aus dem Bereich Kunst und Kultur genutzt. Zum Sommer 2008 soll der Gebäudeteil für das Ausbildungsprojekt fertig gestellt werden, ein Küchenprojekt mit ca. 10 Ausbildungsplätzen. Weitere vorgesehene Nutzungen sind das IB-Technikzentrum für Mädchen und ein Boxcamp für Jugendliche aus dem Stadtteil.
Wichtiger stadträumlicher Aspekt ist die über das westliche Teves-Gelände geplante neue Fußwegeverbindung zwischen Rebstöcker Straße und Ehinger Straße zur Friedrich-Ebert-Siedlung. Damit wird eine Vernetzung zwischen den westlich und östlich des Bahndamms gelegenen Bereichen des Gallus ermöglicht, bestehende Barrieren werden gemildert.

Gemäß dem Grundverständnis des Bund-Länder-Programms „Die Soziale Stadt“ ist Teves-West ein Mehrzielprojekt. Als eine Art „Soziokulturelles Zentrum“ werden durch soziale und kulturelle Aktivitäten die bestehenden nachbarschaftlichen Beziehungen stabilisiert und ausgebaut. Zur Stärkung der lokalen Wirtschaft werden adäquate Qualifizierungsmaßnahmen und Beschäftigungsprojekte angeboten.
Nicht zuletzt erfolgt eine städtebauliche Stabilisierung durch die kreative Umnutzung eines ehemaligen Gewerbeareals für stadtteilbezogene Interessen ebenso wie die Verknüpfung der Siedlungsbereiche Gallus und Friedrich-Ebert-Siedlung durch die geplante Wegeverbindung.
Nach dem einstimmigen Votum des Stadtteilbeirates werden im Zusammenspiel mit Qualifizierungsmaßnahmen insbesondere Sport- und Freizeitangebote gewünscht. In Anbetracht der Nähe zur Wohnanlage Galluspark I ist die Situation der Jugendlichen im südlichen Gallus besonders zu berücksichtigen. Hier ist Ziel, mit dem geplanten Boxcamp ein Angebot aufzubauen, das offene Jugendarbeit mit Sport und Bewegung verbindet.