Soziale Stadt Unterliederbach -Engelsruhe-
Integriertes Erneuerungsverfahren nach dem Bund-Länder-Programm "Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf - die soziale Stadt" (§ 171e BauGB)
Stadterneuerung
Planungsanlass
Die Siedlung Engelsruhe ist ein reines Wohngebiet am Rande von Unterliederbach. Ihre Entstehung ist eng verbunden mit der Gründung der Farbwerke Höchst, ihre jüngere Entwicklung beeinträchtigt vom Strukturwandel.
1999 lebten rund 3.500 Menschen im Gebiet, davon überdurchschnittlich viele ältere Menschen über 60 sowie Kinder und Jugendliche. Die Arbeitslosenquote liegt mit 7,1% knapp über dem Stadtdurchschnitt (6,7%), darunter viele Langzeitarbeitslose(36,4%) und Sozialhilfeempfänger (9,8%). Der Ausländeranteil liegt bei rund 27%. Es zeichnen sich zunehmend soziale Probleme und Vandalismus ab.
Zur lokalen Unterstützung war das Stadtteilgebiet von 1998 bis 1999 Teil des EU-Projektes "Drittes System und Beschäftigung". Im Dezember 1999 wurde es in das neu aufgelegte Bund-Länder-Programm "Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – die soziale Stadt" aufgenommen. Das Verfahren ist auf 10 Jahre begrenzt zzgl. einer Auslaufphase von 3 Jahren.
Planungsgebiet
Das Plangebiet umfasst die Siedlung Engelsruhe in Unterliederbach-Ost. Es liegt im Westen der Stadt Frankfurt am Main, südlich der A66 in Höhe der Anschlussstelle Höchst. Die Innenstadt liegt ca. 9 km entfernt.
Das Gebiet umfasst eine Fläche von rund 36 ha. Es wird begrenzt durch die Königsteiner Straße im Süd-Westen, dem Sossenheimer Weg mit der Walter-Kolb-Schule im Süd-Osten, dem Höchster Friedhof im Nord-Osten und der Schallschutzbebauung Cheruskerweg an der A66 im Nord-Westen. Nördlich der A66 liegt die Stadt Sulzbach.
Planungsziele
Mit Aufnahme von Unterliederbach-Ost in das Bund-Länder-Programm "Soziale Stadt" besteht die Chance, das Gebiet städtebaulich zu erneuern, sozial zu stabilisieren, die lokale Identität zu stärken sowie Ansätze für eine lokale Ökonomie zu entwickeln.
Ziel ist, den Stadtteil und die Lebensverhältnisse unter aktiver Einbindung der Bewohner und Bewohnerinnen nachhaltig zu verbessern und den Aufbau eines aktiven Stadtteillebens zu unterstützen.
Durch ein Bündel an Projekten aus verschiedenen, sich ergänzenden Handlungsfeldern soll die Siedlung Engelsruhe im Sinne einer integrierten Stadtteilentwicklung zu einem lebensfähigen Stadtteilgebiet mit positiver Zukunftsperspektive entwickelt werden.
Projektverlauf
Grundlage des Verfahrens "Soziale Stadt" bildet ein Integriertes Handlungskonzept (IHk) mit Stadtverordnetenbeschluss (2001/2003). Die eingestellten Projekte sind zumeist "Mehrzielprojekte" mit unterschiedlichen Kooperationspartnern.
Um eine dauerhafte Bewohnermitwirkung zu erzielen wurde in 2003 ein Beirat "Soziale Stadt" konstituiert. Ein Stadtteilbüro in der Gotenstraße 135 besteht seit 2002.
Seit Beginn des Verfahrens sind eine Reihe an sozialen, beschäftigungswirksamen und auch baulichen Projekten umgesetzt worden, die die Stadtteilentwicklung positiv beeinflussen und das nachbarschaftliche Miteinander fördern. Andere bauliche Projekte mit langfristiger Perspektive befinden sich in der Vorbereitung.
Die baulichen Projekte mit überwiegend langfristiger Perspektive gehen zurück auf den städtebaulichen Rahmenplan von 2001/2002. Kern der Erneuerung ist die Umstrukturierung der Wohnbauflächen der Hellerhof GmbH beidseitig des Markomannenwegs.
Künftig wird in Verlängerung des Chattenwegs eine neue Siedlungsmitte (Quartiersplatz) entstehen.
Nach Osten hin entsteht ein Grünzug bis zum Teutonenweg.
PDF-Dateien zum Projekt
Projektleitung
Frau Gabriele Kramer-Runkel
Telefon: +49 (0)69 212 33234
Telefax: +49 (0)69 212 30761


