Quartiersgarage Nordend
Planungsanlass:
Nachdem das Philanthropin der jüdischen Gemeinde rückübertragen wurde und nach Aufgabe der Nutzung der dort befindlichen Quartiersgarage wurde nach Möglichkeiten gesucht, den Stadtteil an anderer Stelle zu entlasten und ein Pilotprojekt "Quartiersgarage für das Nordend" entwickelt.
Planungsgebiet:
Die Standortanalyse bezog sich auf das gesamte Nordend. Der schließlich ausgewählte Bereich befindet sich im Norden des Stadtteils südlich der Glauburgstraße. In unmittelbarer Nähe liegen Glauburgplatz und Nordendplatz, für die im Rahmen des Projektes „Vernetzte Spiel- und Bewegungsräume“ Konzepte für eine Pilotmaßnahme entwickelt werden.
Planungsziel:
Ziel war es, einen geeigneten Standort für eine Quartiersgarage für die Bewohner aus der Umgebung zu finden, um den Parkdruck im Nordend zu mindern. Mit dem neuen Stellplatzangebot soll zugleich die Chance genutzt werden, einzelne Parkplätze im öffentlichen Raum aufzugeben und so Fläche für Fußgänger und Bäume zu gewinnen.
Projektverlauf:
In einer mehrstufigen Untersuchung wurde eine Vielzahl von Standorten analysiert. In der letzten Phase waren es noch folgende - überwiegend städtische - Flächen:
1. Friedberger Plätze
2. Friedberger Landstraße zwischen Wielandstraße und Neuhofstraße
3. Musterschule (Schulhof)
4. Glauburgschule (Schulhof)
5. Berta-Jourdan-Schule (Schulhof)
6. Betriebshof des Grünflächenamtes im Bethmannpark
7. Maingau-Krankenhaus.
Nach einer vergleichenden Bewertung der Standorte wurde der Bau einer Tiefgarage unter dem Schulhof der Glauburgschule als am meisten geeignet eingestuft. Hier können bei eingeschossiger Lösung 100 Parkplätze in einer Tiefgarage untergebracht werden. Bei mehrgeschossigen Lösungen kann die Zahl der Stellplätze noch weiter erhöht werden.
Im Rahmen eines Gesamtkonzeptes für Schulhof und Umgebung können Synergieeffekte mit anderen Maßnahmen erzielt werden:
Zwei Wohngebäude grenzen mit den Brandwänden an den Schulhof. Durch Anbau von „Kopfbauten“ ist eine städtebaulich bessere Situation zu erreichen. Es ist anzustreben, dort schulische Nutzungen unterzubringen. So könnte der in der Mitte des Schulhofs befindliche Pavillon, in dem dem Kultur- und Bildungsverein KUBI Räumlichkeiten für die Jugendarbeit zur Verfügung stehen, dorthin verlagert werden. Gleiches gilt für die ungünstig untergebrachte Cafeteria. Im Rahmen der Konzeption für eine neue Turnhalle, die die bestehende sanierungsbedürftige ersetzt, ist ebenfalls deren Integrationsmöglichkeit zu prüfen. Nach dem Bau der Tiefgarage besteht die Chance, den nun günstiger geschnittenen Schulhof neu zu gestalten und somit eine zusätzliche Aufwertung für die Schule zu erreichen.
Das Konzept für die Gesamtmaßnahme wird zur Zeit weiter konkretisiert, dabei wird auch geprüft, ob in den angrenzenden Straßen Stellplätze entfallen können, um Spielraum für eine Aufwertung des öffentlichen Raums zu erhalten.

