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Stadtumbau Griesheim-Mitte

Stadterneuerung

Stadtteil:




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Planungsanlass
Das Gebiet Griesheim-Mitte ist im November 2016 in das Bund-Länder-Programm Stadtumbau in Hessen aufgenommen worden. Das Städtebauförderprogramm knüpft unmittelbar an die Umsetzung des im Jahr 2014 beschlossenen Städtebaulichen Entwicklungskonzepts Griesheim-nördlich der Bahn an.

Griesheim-Mitte ist ein mit der Zeit gewachsener Stadtteil, in dem unterschiedliche Epochen und ihre Entwicklung ihre jeweils individuellen Spuren hinterlassen haben.

Dringender Handlungsbedarf in Griesheim-Mitte besteht vor allem in der Verbesserung der Wohnfunktion des Gebiets. Sowohl durch die Lage im Frankfurter Stadtgebiet als auch die spezifische Nutzungsmischung im Quartier ist die vorhandene Wohnnutzung zahlreichen Störungen ausgesetzt. Gleichzeitig nimmt im Zuge des Wachstums der Stadt Frankfurt in Griesheim die Bevölkerungszahl zu. Im Rahmen der vergleichenden Analyse der Sozialdaten (Monitoring 2013 zur sozialen Segregation und Benachteiligung in Frankfurt am Main) lässt sich feststellen, dass Griesheim-Mitte zum unteren Sechstel der am stärksten sozial belasteten Stadtbezirke zählt. Als traditioneller Gewerbestandort gilt es gleichzeitig die lokale Ökonomie zu stärken und die Zukunftsfähigkeit der vielfältigen gewerblichen Aktivitäten vor Ort zu sichern. Vor dem Hintergrund demografischer und klimatischer Gesichtspunkte sind ebenso die Folgen des Klimawandels und die daraus resultierenden notwendigen Klimaanpassungsmaßnahmen zu berücksichtigen.

Parallel zum Stadtumbauverfahren wird das Quartier Griesheim-Mitte seit Januar 2015 im Rahmen des Frankfurter Programms Aktive Nachbarschaften gefördert. Träger des Quartiersmanagements ist der Internationale Bund

Planungsgebiet
Das Quartier Griesheim-Mitte im Frankfurter Stadtteil Griesheim umfasst vorläufig eine Fläche von ca. 128 ha und zählt Ende 2017 ca. 8.035 Einwohnerinnen und Einwohner. Das Gebiet wird im Norden von der Mainzer Landstraße und im Süden von den Bahngleisen zwischen Frankfurt Hauptbahnhof und Wiesbaden begrenzt. Im Westen bilden die Zufahrt zur Bundesstraße B 40, im Osten die Autobahn BAB 5 die Grenzen des Quartiers.
Das Stadtumbaugebiet Griesheim-Mitte selbst ist sehr heterogen geprägt, von einer Wohnbebauung der 1960er Jahre im Osten über eine gemischt genutzte, kleinteilige Baustruktur bis zur überwiegend gewerblichen Baustruktur im Westen.

Planungsziel
Mit der Neuaufnahme des Gebietes Griesheim-Mitte in das Bund-Länder-Programm Stadtumbau in Hessen sollen die bisher verfolgten Ziele der Stadt Frankfurt aus dem vorliegenden städtebaulichen Entwicklungskonzepts „Griesheim nördlich der Bahn“ vertieft und weiterentwickelt werden. Hierzu gehören neben der Entflechtung von störenden Gemengelagen zur Förderung der Wohnnutzung und Sicherung gewerblich nutzbarer Flächen ebenso die Aktivierung vorhandener Freiraumpotenziale und Schaffung neuer bzw. Verbesserung bestehender Freiraumverbindungen. Im Zusammenhang mit diesen Zielsetzungen sind z.B. auch die Verbesserung der Verkehrsräume oder die Möglichkeiten der klimatischen sowie energetischen Quartierserneuerung zu betrachten.

Projektverlauf
Für die Umsetzung der im Entwicklungskonzept Griesheim - nördlich der Bahn benannten Projekte wurde im Jahr 2014 die Konversions-Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH (KEG) von der Stadt Frankfurt beauftragt.

Trotz erster Erfolge stießen die Bemühungen um eine zukunftsfähige Weiterentwicklung des Quartiers Griesheim-Mitte zügig an die Grenzen informeller Verfahren. Um den angestoßenen Entwicklungsprozess konstruktiv voranbringen und um die bereits identifizierten Potentiale zu nutzen, erfolgte die Bewerbung um die Aufnahme des Gebiets Griesheim-Mitte in das Bund-Länder-Programm Stadtumbau in Hessen. Durch die erfolgreiche Aufnahme in das Programm  stehen nun erstmalig Fördergelder für die Umsetzung von bereits identifizierten und auch neuen Projekten zur Verfügung. Durch die Vergrößerung des Plangebiets gegenüber des bestehenden Entwicklungskonzepts Griesheim-nördlich der Bahn können zudem auch bislang nicht untersuchte Flächen in Griesheim-Mitte städtebaulich betrachtet werden.

Grundlage für das Städtebauförderungsprogramm und für den Einsatz der gewährten Fördermittel ist die Erstellung eines Integrierten Stadtteilentwicklungskonzepts, kurz: ISEK. Für die Erstellung des ISEK wurde im Sommer 2018 das Büro Freischlad+Holz beauftragt. In enger und kooperativer Zusammenarbeit mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort, der lokal ansässigen Wirtschaft und den verschiedenen Akteuren aus Bildungs-, Freizeit- und Erziehungseinrichtungen soll bis zum Sommer 2019 das ISEK erstellt und konkrete Projekte für Griesheim-Mitte definiert werden. Das ISEK und die im Konzept verankerten Projekte gilt es im Zuge der insgesamt vierzehnjährigen Programmlaufzeit  zusammen mit Bürgerinnen und Bürgern, Eigentümern, Gewerbetreibenden und öffentlichen Fachstellen umzusetzen.  

Eine erste öffentliche Informationsveranstaltung zur Erläuterung des Erarbeitungsprozesses des ISEK fand am 14.06.2018 im Saalbau Griesheim statt. Im Vorgriff auf das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept sind im Rahmen eines Stadtspazierganges mit Herrn Stadtrat Mike Josef im Oktober 2017 die zukünftigen Aufgaben und Ziele des Verfahrens gemeinsam mit allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern erläutert und diskutiert worden.  

Parallel zur Erstellung des ISEK soll das Gremium der „Lokalen Partnerschaft Griesheim-Mitte“ eingerichtet werden. Das aus Bewohnerinnen und Bewohnern sowie aus Vertretungen der im Gebiet engagierten Institutionen bestehende Gremium engagiert sich in allen Handlungsfeldern des Stadtumbaus und ist intensiv in den Beteiligungsprozess zur Erarbeitung des ISEK eingebunden.

Bis zum 18. November 2018 hatten alle Interessierten die Möglichkeit, an unserer Onlinebefragung teilzunehmen und eigene Ideen für Griesheim-Mitte einzubringen, die in das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept einfließen können.


Projektleitung

Frau Stephanie Doering

Telefon: +49 (0)69 212 33751
Telefax: +49 (0)69 212 30761

Frau Isabell Richter

Telefon: +49 (0)69 212 44300
Telefax: +49 (0)69 212 30761