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SOZIALE STADT Sossenheim

Integriertes Erneuerungsverfahren nach dem Bund-Lnder-Programm "Soziale Stadt"


Stadterneuerung

Stadtteil:




Darstellung in Projektkarte

Planungsanlass
Sossenheim wurde Ende 2017 in das Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“ aufgenommen. Historisch aus einem Straßendorf entstanden, fehlt Sossenheim ein klassischer Ortskern mit entsprechender Versorgungsinfrastruktur. An den Randlagen des ursprünglichen Siedlungsbereichs wurden in den 1960er und 1970er Jahren im Zuge des geförderten Wohnungsbaus satellitenartig insgesamt vier Großwohnsiedlungen errichtet, welche die bauliche und soziale Struktur des Stadtteils bis heute maßgeblich prägen.

Insbesondere diese monofunktionalen Schlafsiedlungen zeichnen sich seit Jahrzehnten durch eine soziale Entmischung aus, die zu einer Konzentration einkommensschwacher Haushalte geführt hat. Arbeitslosigkeit, Altersarmut, ein hoher Anteil an Alleinerziehenden sowie eine geringe Frauenerwerbstätigkeit und Bildungsbeteiligung der Kinder gehören hier zum Alltag. Hinzu kommt eine hohe Internationalität der Bewohnerschaft mit besonderen Anforderungen an die sprachliche, wirtschaftliche und soziale Integration.

Neben den Problemen der Sozialstruktur mangelt es in Sossenheim auch an einer ausreichenden Versorgungs- und Verkehrsinfrastruktur gemessen an einem 16.000 Einwohner zählenden Stadtteil. Auch die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum bleibt hinter dem Potenzial zurück, so dass sich kaum Kristallisationspunkte für das öffentliche Leben ergeben.

Durch das Programm „Soziale Stadt“ soll die positive Entwicklung des Stadtteils gefördert werden, um die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern. 

Planungsgebiet
Das vorläufige Planungsgebiet weist eine Gebietsgröße von 159 Hektar mit rund 10.000 Einwohnerinnen und Einwohnern auf. Es umfasst den Großteil des Sossenheimer Siedlungskörpers, in dem der historische Siedlungsbereich und die vier Großwohnsiedlungen enthalten sind. Darüber hinaus liegen bedeutende Grün- und Freiflächen innerhalb des Planungsgebietes.

Planungsziele
Mit dem Förderprogramm ist das Ziel verbunden, die „weichen Maßnahmen“ eines Quartiersmanagements intensiviert fortzusetzen, aber auch investiv und nachhaltig die Lebensqualität durch eine Verbesserung des Wohnumfeldes und der Wohnfolgeinfrastruktur weiterzuentwickeln.

Ein wichtiges Thema wird hier die Vernetzung der einzelnen Siedlungselemente sowie der Grün- und Freiflächen sein, um diese und die vorhandene öffentliche Infrastruktur besser zu erschließen und auszulasten. Durch eine gleichzeitige Aufwertung der  Aufenthaltsqualität in den Straßen, Plätzen und halböffentlichen Naturräumen soll der öffentliche Raum eine größere Bedeutung und Aufmerksamkeit im Stadtteil erhalten und seine Bewohnerschaft zum Verweilen einladen.

Darüber hinaus sind eine soziale, kulturelle, wirtschaftliche, sprachliche und gesundheitliche Integration insbesondere von Kindern, Jugendlichen, Frauen, Arbeitslosen, Migrantinnen und Migranten sowie älteren Menschen wichtige Ziele. Das bedeutet auch, dass die Maßnahmen der „Sozialen Stadt“ insgesamt zu einem verbesserten Zusammen- und Gemeinschaftsleben aller Bewohnerinnen und Bewohner im Stadtteil führen sollen.

Jedoch geht es nicht nur um eine Verbesserung innerhalb des Stadtteils, sondern auch um eine positive Veränderung des Stadtteilimages sowie dessen Verankerung im Bewusstsein der Gesamtstadt als Ziel der Naherholung und Stadtteil mit Wohnqualität. Die lange planerische Vernachlässigung von Sossenheim und seiner Bewohnerschaft soll mit dem Förderprogramm „Soziale Stadt“ beendet werden.

Projektverlauf
Zu Beginn des Förderprogramms steht die Erstellung eines Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK). In dem ISEK werden die Stärken und Schwächen des Stadtteils analysiert und Entwicklungsziele für die Zukunft vereinbart. In einem sich anschließenden Maßnahmenkatalog werden Einzelprojekte dargestellt, durch deren Umsetzung diese Entwicklungsziele erreicht werden sollen.

Die Erarbeitung des ISEK erfolgt unter Beteiligung der Sossenheimer Bewohnerschaft und der lokalen Akteure. Hierbei stellt ein Quartiersmanagement den zentralen Ansprechpartner für die Bewohnerschaft mit Sitz in einem Quartiersbüro vor Ort dar. Das Quartiersmanagement informiert, aktiviert, berät und koordiniert zu allen Fragen und Themen der SOZIALEN STADT Sossenheim.

Aktuell führt die Stadt Frankfurt am Main die Vergabeverfahren für das ISEK und das Quartiersmanagement durch. Mit der Erarbeitung des ISEK wird voraussichtlich Anfang 2019 begonnen werden. Die Bewohnerschaft sowie lokale Vereine und Institutionen werden an der Erstellung des ISEK durch öffentliche Veranstaltungen intensiv beteiligt werden und können so ihre Ideen einbringen. Darüber hinaus können sie sich zukünftig im „BEIRAT SOZIALE STADT Sossenheim“ engagieren. Der Beirat übernimmt wichtige Weichenstellungen im Rahmen des Programms SOZIALE STADT Sossenheim und vertritt dauerhaft die Interessen der Bewohnerschaft. Weitere Informationen hierzu enthält der untenstehende Flyer „Beirat SOZIALE STADT Sossenheim". 


Projektleitung

Frau Bettina Boknecht

Telefon: +49 (0)69 212 37864
Telefax: +49 (0)69 212 30761

Frau Daniela Evans

Telefon: +49 (0)69 212 44788
Telefax: +49 (0)69 212 30761