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Soziale Stadt Nied

Thema:
Stadterneuerung
Stadtteil: Ortbezirk:
6
Gebietsgröße:
370 ha
Kontakt:

Herr Timo Szuczynski
Telefon: +49 (0)69 212 33026
Telefax: +49 (0)69 212 30731


Projektbeschreibung

Planungsanlass
Nied wurde Ende 2016 in das Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“ aufgenommen. Prägend für den Stadtteil sind unterschiedliche Siedlungsbereiche, die durch zwei Bahntrassen voneinander getrennt sind. Der Siedlungsbestand reicht vom historischen Ortskern „Alt-Nied“ über Wohnsiedlungen der Nachkriegszeit sowie Großwohnsiedlungen der 1960er und 1970er Jahre bis hin zu aktuellen Nachverdichtungen.

Der Anteil an Arbeitslosen ist im gesamtstädtischen Vergleich überdurchschnittlich hoch. Auffallend ist zudem der hohe Anteil an Minderjährigen mit Migrationshintergrund sowie eine allgemein hohe Internationalität der Bewohnerschaft mit besonderen Anforderungen an die sprachliche, wirtschaftliche und soziale Integration.

Der historische Ortskern im Bereich der Hauptgeschäftsstraße „Alt-Nied“ ist sowohl von Leerständen im Gewerbe- als auch Wohnbestand geprägt. Mindernutzungen wie Wettbüros oder Elektronikshops senken darüber hinaus die Attraktivität und tragen somit zu einem weiteren Trading-Down Effekt bei. 

Der Gebäudebestand in Nied befindet sich teilweise in einem nicht zeitgemäßen Zustand. Anforderungen an aktuelle demographische und klimatische Standards sind zu prüfen. Auch die Gestaltung von Fassaden und die Verortung von Nebenanlagen erscheinen defizitär. Große Distanzen zu Einrichtungen in umliegenden Stadtteilen sowie fehlende bzw. unzureichend barrierefreie Querungsmöglichkeiten über und unter Bahnanlagen für Fußgänger und Radfahrer führen zu einer Isolation von einzelnen Siedlungsteilen in Nied.

Die attraktive Lage zwischen den Flüssen Main und Nidda sowie die direkte Nähe zum Frankfurter Grüngürtel stellen erhebliche Potentiale dar. Dem stehen jedoch wenig begrünte Straßenräume und durch Fuß- und Radwegeverbindungen unzureichend vernetzte Grünstrukturen innerhalb des Stadtteils gegenüber.

Durch das Programm „Soziale Stadt“ soll die positive Entwicklung des Stadtteils gefördert werden, um die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern.

Planungsgebiet
Das vorläufige Planungsgebiet weist eine Gebietsgröße von 370 Hektar mit rund 18.200 Einwohnerinnen und Einwohnern auf. Es umfasst sowohl den baulichen Siedlungsbestand des Stadtteils als auch die Grün- und Freiflächen im Bereich von Main und Nidda.

Planungsziele
Mit dem Förderprogramm ist das Ziel verbunden, die Lebensqualität durch eine Verbesserung des Wohnumfeldes und der Wohnfolgeinfrastruktur investiv und nachhaltig weiterzuentwickeln.

Ein wichtiges Thema wird hier die Vernetzung der einzelnen Siedlungselemente sowie der Grün- und Freiflächen sein, um diese und die vorhandene öffentliche Infrastruktur besser zu erschließen und auszulasten. Durch eine gleichzeitige Aufwertung der Aufenthaltsqualität in den Straßen, Plätzen und halböffentlichen Naturräumen soll der öffentliche Raum eine größere Bedeutung und Aufmerksamkeit im Stadtteil erhalten und seine Bewohnerschaft zum Verweilen einladen.

Darüber hinaus sind eine soziale, kulturelle, wirtschaftliche, sprachliche und gesundheitliche Integration insbesondere von Kindern, Jugendlichen, Frauen, Arbeitslosen, Migrantinnen und Migranten sowie älteren Menschen wichtige Ziele. Das bedeutet auch, dass die Maßnahmen der „Sozialen Stadt“ insgesamt zu einem verbesserten Zusammen- und Gemeinschaftsleben aller Bewohnerinnen und Bewohner im Stadtteil führen sollen.

Jedoch geht es nicht nur um eine Verbesserung innerhalb des Stadtteils, sondern auch um eine positive Veränderung des Stadtteilimages sowie dessen Verankerung im Bewusstsein der Gesamtstadt als Ziel der Naherholung und Stadtteil mit Wohnqualität. Die lange planerische Vernachlässigung von Nied und seiner Bewohnerschaft soll mit dem Förderprogramm „Soziale Stadt“ beendet werden.

Projektverlauf
Zu Beginn des Förderprogramms steht die Erstellung eines Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK). In dem ISEK werden die Stärken und Schwächen des Stadtteils analysiert und Entwicklungsziele für die Zukunft vereinbart. In einem sich anschließenden Maßnahmenkatalog werden Einzelprojekte dargestellt, durch deren Umsetzung diese Entwicklungsziele erreicht werden sollen.

Die aktuell in Bearbeitung befindliche Erstellung des ISEK erfolgt in Zusammenarbeit mit der ProjektStadt und des Caritasverband Frankfurt e.V. unter Beteiligung der Bewohnerschaft in Nied und der lokalen Akteure. Hierbei stellt ein Quartiersmanagement den zentralen Ansprechpartner für die Bewohnerschaft mit Sitz in einem Quartiersbüro vor Ort dar. Das Quartiersmanagement informiert, aktiviert, berät und koordiniert zu allen Fragen und Themen der SOZIALEN STADT Nied.
Die Bewohnerschaft sowie lokale Vereine und Institutionen werden an der Erstellung des ISEK durch öffentliche Veranstaltungen intensiv beteiligt werden und können so ihre Ideen einbringen. Darüber hinaus können sie sich zukünftig im „BEIRAT SOZIALE STADT Nied“ engagieren. Der Beirat übernimmt wichtige Weichenstellungen im Rahmen des Programms SOZIALE STADT Nied und vertritt dauerhaft die Interessen der Bewohnerschaft.

Zur Verortung von eigenen Projektideen sowie Stärken und Schwächen bestand unter www.mein-nied.de bis zum 21. April 2019 die Möglichkeit, sich im Rahmen einer interaktiven Karte am Beteiligungsprozess zur Erstellung des Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) zu beteiligen. Die so erhaltenen Ideen und Hinweise werden zurzeit ausgewertet und in den weiteren Prozess einfließen. Wir bedanken uns für Ihre zahlreichen Ideen und Anregungen!

In den letzten Wochen wurden neben den Onlinerückmeldungen auch zahlreiche Rückmeldungen an den gut frequentierten Informationsständen sowie mittels der Postkartenbefragung abgegeben. Gemeinsam mit der Onlinebefragung verzeichnen wir bereits jetzt weit über 700 Rückmeldungen und Hinweise. Konkret haben Sie sich:

  • an der Online-Abfrage mit über 250 Ideen und über 200 Kommentaren beteiligt
  • bei der Postkartenabfrage mit rund 300 ausgefüllte Postkarten eingebracht
  • an den Infoständen 100 Hinweise auf dem ausgehängten Luftbild verortet
  • An den Bewohnertreffen haben mehr als 80 Personen teilgenommen. 
  • Bei den Stadtteilrundgängen haben rund 65 Bewohnerinnen und Bewohner teilgenommen. 

In den kommenden Wochen werden alle Ihre Beiträge ausgewertet und dokumentiert. Die Dokumentationen werden Ihnen auf www.mein-nied.de zur Verfügung gestellt.

Zur Seite der Stadtteilberatung

Zur Seite www.mein-nied.de

Besuchen Sie auch untenstehend die Bildergalerie zum Stadtspaziergang Nied mit Planungsdezernent Mike Josef am 17. Juli 2019.




  • 1. Station Kerbeplatz: Einführung Stadtspaziergang Nied, © Stadtplanungsamt Stadt Frankfurt am Main
  • 2. Station: Straße Alt-Nied, Thema Schöneres Frankfurt © Stadtplanungsamt Stadt Frankfurt am Main
  • 2. Station: Straße Alt-Nied, Thema Schöneres Frankfurt erläutert durch Abteilungsleiter Öffentlicher Raum, Verkehrsplanung, Ökologie und Landschaftsplanung Michael Hootz © Stadtplanungsamt Stadt Frankfurt am Main
  • 3. Station: Mainzer Landstrasse, Thema Wohnungsbau der ABG, erläutert durch Geschäftsfüher der ABG Wohnungsholding  Frank Junker © Stadtplanungsamt Stadt Frankfurt am Main
  • Stadtrat Mike Josef Mike Josef antwortet auf Bürgerfragen © Stadtplanungsamt Stadt Frankfurt am Main
  • 4. Station Mainzer Landstraße: Thema verkehrliche Umgestaltung Nieder Tor
  • 4. Station: Mainzer Landstraße
  • 5. Station Dürkheimer Straße:Zata Sen, Leiter von Nahkauf referiert zum Thema Nahversorgung © Stadtplanungsamt Stadt Frankfurt am Main
  • 5. Station: Dürkheimer Straße: Thema Nahversorgung © Stadtplanungsamt Stadt Frankfurt am Main
  • 6. Station: Mainufer, ngeregte Diskussion zum Mainufer © Stadtplanungsamt Stadt Frankfurt am Main
  • 6. Station: Mainufer, © Stadtplanungsamt Stadt Frankfurt am Main

Mehr Informationen

Beirat

Graphik zum Beirat Soziale Stadt Nied © Stadtplanungsamt Frankfurt am Main

Was ist der „Beirat SOZIALE STADT Nied“?
Der Beirat ist das Beteiligungsgremium der Bewohnerinnen und Bewohner und Funktionsträger im Rahmen des Programms Soziale Stadt. Hier tauschen sich die Vertreterinnen und Vertreter des Stadtteils aus. Die Mitglieder des Beirats vertreten die Interessen des Gebiets und beraten über Projektvorschläge sowie notwendige Entwicklungen im Stadtteil. Der Beirat trifft sich regelmäßig und tagt öffentlich, um die Anregungen der Niederinnen und Nieder in das Projekt Soziale Stadt Nied einzubringen.

Der Beirat Soziale Stadt Nied hat am Mittwoch, den 21.08.2019, offiziell seine Arbeit aufgenommen. Er wurde zur Begleitung der Umsetzung des Programms Soziale Stadt Nied eingerichtet. Insgesamt 13 Bewohnerinnen und Bewohner aus allen Quartieren Nieds und 12 Vertreterinnen und Vertreter der Institutionen sind Mitglieder im Beirat Soziale Stadt.
Die 25 Mitglieder vertreten die Interessen des Gebiets, beraten über städtebauliche Entwicklungen und entscheiden über Nachbarschaftsprojekte, die aus einem Verfügungsfonds finanziert werden können.

In der ersten Sitzung im August wählte der Beirat Helmut Grohmann zum ersten Vorsitzenden und den Studenten Emre Telyakar zum zweiten Vorsitzenden. Die beiden werden in Zukunft die Sitzungen leiten und mit Unterstützung der Quartiersmanagerin Marja Glage vom Caritasverband Frankfurt dafür sorgen, dass die Anliegen und Themen der Niederinnen und Nieder berücksichtigt werden.

In der zweiten Sitzung am 18. September 2019 informierte Timo Szuczynski, zuständiger Projektleiter vom Stadtplanungsamt, den Beirat und alle interessierten Gäste über ersten Projekte und Planungen. Auch der Verfügungsfonds, mit dem kleinere Nachbarschaftsprojekte finanziert werden können, wurde an diesem Abend vorgestellt.

Der Beirat wird regelmäßig und öffentlich tagen.

Zahlreiche Veranstaltungen in den nächsten Wochen, bieten Gelegenheit, das Programm Soziale Stadt kennenzulernen und sich einzubringen.


Sitzungen des Beirats Soziale Stadt


20. November 2019, 18:00 – 20:00 Uhr
Katholische Pfarrgemeinde St. Markus, Gemeindehaus, Niederkirchweg 12

 

 

Bewohnertreffen

Im kleinen Kreis mit der Nachbarschaft über Nied sprechen

Nied-Süd, 23. Oktober 2019, 18:00 Uhr
Treff: Kita Rosengarten, Am Rosengarten 2b

Nied-Mitte, 5. November 2019, 18:30 Uhr
Treff: Jugendhaus Nied (Ufo), Birminghamstr. 119

Alt-Nied, 6. November 2019, 18:00 Uhr
Treff: Evangelische Gemeinde Nied, Gemeindehaus, Oeserstr. 3a

Nied-Nord-Ost, 7. November 2019
Treff: Katholische Pfarrgemeinde Dreifaltigkeit, Oeserstr. 126

Nied-West, 19. November 2019, 18:00 Uhr
Treff: Alevitische Gemeinde, An der Steinmühle 16


Zu den Veranstaltungen ist keine Anmeldung notwendig.


Verfügungsfonds der Stadt Frankfurt am Main
Zur Stärkung eines gemeinwohlorientierten Engagements stellt die Stadt Frankfurt am Main den Gebieten der Stadterneuerung ein Budget (Verfügungsfonds) für die Durchführung von lokalen Kleinprojekten und Maßnahmen zur Verfügung. Durch den Fonds soll bürgerschaftliches Handeln im nicht-investiven Bereich eigenverantwortlich und unbürokratisch ermöglicht werden.