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Südlich Frankenallee / Hellerhofstraße

Stadtbaustein "Hellerhöfe" an der Galluswarte

Thema:
Wohnen, Schule
Stadtteil: Ortbezirk:
1
Gebietsgröße:
3,65 ha
Kontakt:

Frau Tanja Peter
Telefon: +49 (0)69 212 35603
Telefax: +49 (0)69 212 30731


Projektbeschreibung

Planungsanlass
Die Zeitungsverlagsgesellschaften Frankfurter Allgemeine Zeitung (F.A.Z.) und Frankfurter Societät (FS) geben ihren langjährigen Stammsitz an der Mainzer Landstraße auf. Sie verlagern ihn noch im Jahr 2022 in den FAZ-Tower im benachbarten Europaviertel.

Zur Umsetzung dieses Vorhabens gründeten die Eigentümer der F.A.Z und FS eine Joint Venture-Partnerschaft. Ziel war es, die Liegenschaften einer zeitnahen, zukunftsfähigen und marktgerechten Entwicklung zuzuführen. Um dies zu erreichen, haben die Partner frühzeitig zwei erfahrene Projektentwicklungsgesellschaften – die Bauwens Development Frankfurt GmbH und das Family Office Daniel Hopp, Frankfurt – engagiert. Diese hatten sich im Rahmen eines von den Eigentümern im Jahr 2020 ausgeschriebenen Bieterverfahrens gegen eine beachtliche Anzahl renommierter Konkurrenten durchsetzen können.

Die Joint Venture-Partner beabsichtigen, die im Rahmen der Projektentwicklung neu errichteten Immobilien zum Zweck der Kapitalanlage in den Eigenbestand zu übernehmen.

Planungsgebiet
Das Plangebiet liegt im Stadtteil Gallus in unmittelbarer Nähe zum S-Bahn-Haltepunkt Galluswarte. Es wird im Norden durch die Frankenallee, im Osten durch die Gutenbergstraße, im Süden durch die Mainzer Landstraße und im Westen durch die Günderrodestraße begrenzt.

Planungsziel
Mit dem Bebauungsplan Nr. 928 "Südlich Frankenallee / Hellerhofstraße" soll der aus dem städtebaulichen Realisierungswettbewerb "Hellerhöfe" siegreich hervorgegangene städtebauliche Entwurf des Frankfurter Planungsbüros Schmidt Plöcker Architekten BDA umgesetzt werden. Er konnte die Jury durch eine insgesamt stimmige und standortgerechte städtebauliche Umsetzung überzeugen.

Der vorgeschlagene Baukörper fügt sich mit der für den Teilbereich Ost vorgeschlagenen Blockrandstruktur harmonisch in den städtebaulichen Umgebungskontext ein. Im westlichen Teilbereich arbeitet der Entwurf mit mäandrierenden L-förmigen Baukörpern. Sie öffnen die entstehenden Höfe und begünstigen die Belichtung von Süden, Osten und Westen. Die Geschossigkeiten variieren hierbei zwischen fünf und acht Geschossen. Ein 60 m hohes Hochhaus an der Mainzer Landstraße setzt einen städtebaulichen Akzent an der Mainzer Landstraße. Hierbei löst sich der Hochhausbaukörper als Endpunkt aus der mäandrierenden Baustruktur heraus. Dem Turm und der nördlich anschließenden Wohnbebauung eröffnet dieses Baukonzept einen kleinen Platz in der Hellerhofstraße.

Auf dem Projektgebiet der Liegenschaften von Frankfurter Allgemeine Zeitung und Frankfurter Societät entstehen zwischen Mainzer Landstraße und Frankenallee mit der Umsetzung des städtebaulichen Entwurfs in unmittelbarer Nähe zur Galluswarte bis zu 82.000 ; Geschossfläche. Hiervon entfallen etwa 75 Prozent auf Wohn-, 25 Prozent auf Büro- und Dienstleistungsflächen. Des Weiteren werden zwei Kindertagesstätten realisiert. Ein Erhalt bzw. Teilerhalt der vorhandenen Bausubstanz auf den FAZ-/FS-Liegenschaften ist hierbei nicht vorgesehen. Am Einmündungsbereich von Günderrodestraße und Frankenallee entsteht auf einer Grundstücksfläche von 4.500 ; eine vierzügige Grundschule. Es ist angestrebt, 30 Prozent der neu entstehenden Geschossfläche Wohnen als geförderten Wohnungsbau zu realisieren.

Projektverlauf
Im Verlauf des Jahres 2021 fand der städtebauliche Realisierungswettbewerb "Hellerhöfe" statt. Es tagte ein Preisgericht unter dem Vorsitz von Herr Prof. Arno Lederer. Es entschied sich in einer zweitägigen Preisgerichtssitzung im Dezember 2021 einstimmig dafür, die Arbeit des Frankfurter Planungsbüros Schmidt Plöcker Architekten BDA, Frankfurt am Main mit ARGE Lavaland GmbH & Treibhaus Land-schaftsarchitektur, Berlin, mit dem 1. Preis auszuzeichnen. Der Siegerentwurf konn-te sich hierbei gegen 14 weitere, qualitativ hochwertige Arbeiten durchsetzen und wurde vom Preisgericht einstimmig für die weitere Umsetzung empfohlen.

Den zweiten Preis erhielt das Büro 03 Architekten GmbH, München mit Studio Vulkan Landschaftsarchitektur GmbH, München und Zürich. Den 3. Preis bekam das Büro Kbnk Architekten GmbH, Hamburg, mit Bendfeldt Herrmann Franke Landschaftsarchitekten GmbH, Schwerin.

Anerkennungen wurden an zwei Bewerber vergeben: An die Planungsbüros BLK2 Böge Lindner K2 Architekten, Hamburg, mit Schoppe+Partner Freiraumplanung, Hamburg, und Cyrus Moser Architekten Partnerschaftsgesellschaft mbH, Frankfurt am Main mit Greenbox Landschaftsarchitekten Schäfer + Pieper PartG mbb, Köln, vergeben. Insgesamt wurde eine Preissumme von 500.000 Euro ausgeschüttet.

Auf Basis des Siegerentwurfs soll nun das Bebauungsplanverfahren Nr. 928 "Südlich Frankenallee / Hellerhofstraße" durchgeführt werden. Das Stadtplanungsamt erarbeitet aktuell die entsprechende Aufstellungsbeschlussvorlage.