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Platzgestaltung und Illumination der Dreikönigskirche

Thema:
Öffentlicher Raum, Beleuchtungskonzept
Stadtteil: Ortbezirk:
5
Gebietsgröße:
ca.4900 m²
Kontakt:

Frau Maike Wollmann
Telefon: +49 (0)69 212 35856
Telefax: +49 (0)69 212 30731


Projektbeschreibung

Planungsanlass
Das Umfeld der denkmalgeschützten Dreikönigkirche ist funktional und gestalterisch vernachlässigt. Es wird ihrer bedeutenden Lage im Stadtraum am südlichen Mainufer direkt gegenüber vom Dom nicht mehr gerecht. Die Dreikönigskirche wird derzeit denkmalgerecht saniert.

Die Maßnahmen zur Platzgestaltung und Illumination sollen die Sanierung durch eine funktionale und gestalterische Aufwertung des Umfeldes komplettieren. Somit soll das bedeutende Denkmal wieder angemessen in der Stadtsilhouette repräsentiert werden. Zudem ist vorgesehen, die neugotische Kirche, die derzeit keinen ebenerdigen Zugang vorhält, barrierefrei zugänglich zu machen. Dies ermöglicht die Neugestaltung des Platzes.
 
Planungsgebiet
Die Dreikönigskirche liegt am südlichen Mainufer, direkt angrenzend an Alt-Sachsenhausen. Der Platz um die Dreikönigskirche wird im Norden vom dreispurig ausgebauten Sachsenhäuser Ufer begrenzt, im Süden von der Färberstraße und im Osten von der Oppenheimer Straße. In direkter Nähe führt im Westen der Eiserne Steg über den Main.
Die Dreikönigskirche stellt ein stadträumliches „Gelenk“ zwischen Museumsufer, Alt-Sachsenhausen und dem historischen Zentrum um Dom und Römerberg dar.

Planungsziel
Gestalterische und funktionale Aufwertung des Kirchenumfeldes
Ziel ist es, die vorhandene, stadträumlich besondere Situation zu stärken. Dazu wird die öffentliche Platzfläche an der Dreikönigskirche gestalterisch und funktional neugestaltet. Im Fokus steht dabei, die funktionalen Anforderungen des Umfeldes sowie die historische Bedeutung der Dreikönigskirche zu berücksichtigen.

Denkmalgerechte Neustrukturierung der Platzfläche
Die Maßnahmen zur Platzgestaltung sollen die zurzeit laufende Sanierung der Dreikönigskirche unterstützen und komplettieren. Es ist vorgesehen, ein gestalterisch einheitliches Ensemble dieses besonderen Ortes zu erschaffen.

Die historische Platzfigur wird wieder herausgearbeitet, durch Ergänzung der vorhandenen Sandsteinmauer. Durch einen einheitlichen Natursteinbelag statt der Teilflächen aus Asphalt wird dem Denkmal ein angemessenes Umfeld und ein einladender Vorplatz zur Kirche geschaffen. Dazu trägt auch die Aufwertung des prägnanten Halbrunds mit den sechs Bestandsplatanen vor dem Westportal bei.

Der Dreikönigsbrunnen am südöstlichen Platzende wird mit einer neuen Brunnentechnik wieder revitalisiert. Er integriert sich damit in das neue stadträumliche Gesamtensemble.

Barrierefreier Zugang zur Kirche für alle Menschen
Ein ebenso wesentlicher Bestandteil der Gesamtplanung ist es, die Anliegen mobilitätseingeschränkter Menschen umfassend in die Planungsüberlegungen mit einzubeziehen. Dies gelingt über einen, bisher gänzlich fehlenden, barrierefreien Zugang zu der Kirche mittels einer Gehweganhebung am nördlichen Eingang der Kirche. Zudem wird durch entsprechend bearbeitete Oberflächen und taktile Elemente die gleichberechtigte Benutzung des Platzes für alle Menschen ermöglicht.

Die Dreikönigskirche wird auch intensiv als Veranstaltungsraum für Konzerte genutzt. Auch deshalb sollen die Belange einer barrierefreien Erschließung des Kirchengebäudes im Besonderen Berücksichtigung finden.

Illumination der Dreikönigskirche
Der Turm der Dreikönigskirche ist mit 81 m ein eindrucksvoller Merkpunkt in der Stadtsilhouette am südlichen Mainufer. Derzeit ist die Kirche jedoch nur tagsüber sichtbar. Selbst vom hochfrequentierten nahe gelegenen Mainufer ist die Dreikönigskirche zurzeit nachts kaum wahrnehmbar. Herausragende Denkmäler wie die Dreikönigskirche sollten jedoch auch nachts im Stadtbild wahrnehmbar bleiben und analog zum Dom einen Kontrast zu den hell beleuchteten und weithin sichtbaren Hochhäusern bilden.

Die Planung für die Fassadenbeleuchtung der Kirche sieht vor, wichtige Bestandteile der Kirche zu akzentuieren und weitgehend so zu beleuchten, dass im Nachtbild die Kirche und ihre Proportionen genauso wirken, wie sie auch tagsüber zu sehen ist. Dabei wird darauf geachtet, dass die Lichtfarbe die Materialität der Kirche unterstreicht und keine eigenen Effekte erzeugt. Es sind LED Leuchten vorgesehen, um die Beleuchtung möglichst langlebig, wartungsarm und nachhaltig zu ermöglichen.

Zusammenfassung der Grundzüge der Neuplanung:
-    Gestalterische Aufwertung des Kirchenumfeldes
-    Denkmalgerechte Neustrukturierung der Platzfläche
-    Der besonderen Bedeutung dieses Stadtraumes funktional und gestalterisch gerecht werden
-    Barrierefreier Zugang zur Kirche für alle Menschen,
-    Illumination: Sichtbarmachung der Dreikönigskirche in der nächtlichen Stadtsilhouette

Projektverlauf
Die Vorplanungsvorlage zur Platzgestaltung und Illumination der Dreikönigskirche wurde im Oktober 2014 beschlossen. Im Jahr 2016 entschieden die zuständigen Dezernate, dass die noch ausstehende Turmsanierung vor der Platzumgestaltung erfolgen soll. Die Turmsanierung hat Anfang 2020 begonnen und wird voraussichtlich im Frühjahr 2023 abgeschlossen sein.

Die Bau- und Finanzierungsvorlage zur Platzgestaltung soll bis Sommer 2022 in den Geschäftsgang gehen. Somit kann bei einem Beschluss bis Ende 2022 und daran anschließender Ausschreibung und Vergabe mit einem Baubeginn in der zweiten Jahreshälfte 2023 gerechnet werden. Die Illumination, also Fassadenbeleuchtung der Dreikönigskirche soll möglichst vorab parallel zur Turmsanierung in 2022 umgesetzt werden.