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Nordwestlich Auf der Steinern Straße

Bebauungsplan Nr. 923

Thema:
Schule, Wohnen
Stadtteil: Ortbezirk:
15, 10
Gebietsgröße:
12,3 ha
Kontakt:

Frau Christina Stiel
Telefon: +49 (0)69 212 37756
Telefax: +49 (0)69 212 30731


Projektbeschreibung

Planungsanlass
Um dem dringenden Bedarf an Schulstandorten im Frankfurter Norden gerecht zu werden, soll mit der Aufstellung des Bebauungsplans Planungsrecht für eine weiterführende Schule und eine Grundschule, geschaffen werden.
 
Als Beitrag zur Deckung des anhaltenden Bedarfs an Wohnraum in Frankfurt am Main gilt es zudem, Planungsrecht für eine den Bestand arrondierende Wohnbebauung mit unterschiedlichen Wohnformen zu schaffen.

Planungsgebiet
Das Planungsgebiet liegt im Frankfurter Norden am südlichen Ortsrand des Stadtteils Nieder-Eschbach. Im Südwesten grenzt es unmittelbar an den Stadtteil Bonames.
 
Im Norden und Westen ist das Planungsgebiet von bestehender Wohnbebauung und im Südosten von den Stadtbahngleisen der U-Bahn-Linien U2 und U9 sowie dem Weg Auf der Steinern Straße umgeben. Nordöstlich sowie jenseits der Stadtbahn grenzen landwirtschaftlich genutzte Flächen an. Im Westen liegen zwei Flurstücke, auf denen sich Freizeitgärten befinden. 

Der Geltungsbereich hat eine Größe von ca. 12,3 ha. Er überplant zum Teil den aufzustellenden Bebauungsplan Nr. 516 - Am Eschbachtal - Harheimer Weg.

Planungsziele
Da die August-Jaspert-Schule in Bonames und die Michael-Grzimek-Schule in Nieder-Eschbach den aus dem stetigen Bevölkerungszuwachs und den im Umfeld geplanten neuen Baugebieten resultierenden Bedarf an Grundschulplätzen nicht mehr allein decken können, wird die Errichtung einer zusätzlichen Grundschule notwendig. Der geplante Standort liegt zwischen den beiden bestehenden Schulen und ist daher sehr gut für eine neue zusätzliche Schule geeignet.

Ebenfalls besteht im Frankfurter Norden ein dringender Bedarf an Plätzen im gymnasialen Bildungsgang. Das dazu neu gegründete Gymnasium Nord hat bereits den Schulbetrieb an seinem provisorischen Standort in Praunheim/Westhausen aufgenommen. Der endgültige Standort soll nun, nicht mehr wie zuvor geplant, südlich der Stadtbahntrasse im Geltungsbereich des Bebauungsplans Nr. 516 - Am Eschbachtal - Harheimer Weg – liegen. Er ist vielmehr nördlich der Stadtbahntrasse im Plangebiet des Bebauungsplans Nr. 923 verortet.
 
Mit der Konzentration der beiden geplanten Schulstandorte im Geltungsbereich des Bebauungsplans Nr. 923 soll eine beschleunigte Bereitstellung der Flächen und somit eine zügigere Fertigstellung der Schulen erreicht werden.
 
Aufgrund der anhaltend hohen Wohnraumnachfrage ist beabsichtigt, neben den beiden Schulen zusätzlich Nachbarschaften mit Wohnformen für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen anzubieten.
Im Norden und im Süden ist ergänzender III- bis IV-geschossiger Wohnungsbau geplant. In den Übergangsbereichen zu den bestehenden Einzel- und Reihenhausstrukturen sind II- bis III-geschossige Häuser geplant, die städtebaulich zwischen Bestand und Neuplanung vermitteln.
 
Der entstehende Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder im Vorschulalter soll durch eine auf dem zu entwickelnden Schulgelände integrierte Kindertagesstätte gedeckt werden.
 
Zur Erschließung des Plangebietes soll eine neue Stadtbahnhaltestelle errichtet werden. Darüber hinaus erfolgt eine Vernetzung im Fuß- und Radverkehr mit den angrenzenden Quartieren. Die Erreichbarkeit mit dem Kraftfahrzeug soll im Osten des Geltungsbereichs über den nördlichen Teilabschnitt einer neuen Ortsrandstraße zwischen Homburger Landstraße und dem zukünftigen Schulgelände erfolgen.

Das Freiraumkonzept sieht vor, den Gehölzbestand der Freizeitgärten, auf deren Fläche künftig die Grundschule und Kindertagesstätte entstehen sollen, als Eingrünung zur Ortsrandstraße und zur Bahntrasse hin partiell zu erhalten. Ebenso sollen markante, stadtbildprägende Einzelbäume gestalterisch in das Schulgelände integriert werden.
 
Die Freiräume werden weiter durch die Neuanlage von öffentlichen Grünflächen und durch die Begrünung der Straßenräume und Baugrundstücke aufgewertet. Der Bolzplatz im Norden wird erhalten. Ebenso wird eine fußläufige und radverkehrliche Anbindung an den GrünGürtel-Park Nieder-Eschbach sichergestellt.

Zusätzlich ist ein Grünzug zwischen Heinrich-Berbalk-Straße und Stadtbahnquerung geplant, der sich in der Feldflur südlich der Bahngleise weiter fortsetzt. Im nördlichen Abschnitt des Grünzuges soll ein Spielplatz entstehen.

Planungsverlauf
Das Plangebiet war bislang Teil des Geltungsbereichs des Bebauungsplans Nr. 516 - Am Eschbachtal - Harheimer Weg.
Mit dem Beschluss § 3491 der Stadtverordnetenversammlung vom 13.12.2018 wurde für den Bebauungsplan Nr. 923 – Nordwestlich Auf der Steinern Straße ein Aufstellungsbeschluss gefasst und dieser damit als ein separates Bebauungsplanverfahren abgetrennt. Der Bebauungsplan Nr. 516 wird mit entsprechend verkleinertem Geltungsbereich ebenfalls weitergeführt.
Als erster Verfahrensschritt wurde für den Bebauungsplan Nr. 923 im Dezember 2018 die frühzeitige Behördenbeteiligung durchgeführt, im September 2020 erfolgte die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung, in der die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit erhielten, sich über den Stand der Planungen zu informieren und ihre Anregungen und Bedenken in die Planung einzubringen.