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Nördlich Dieburger Straße

Bebauungsplanverfahren Nr. 698

Thema:
Städtebaulicher Entwurf, Wohnen
Stadtteil: Ortbezirk:
11
Gebietsgröße:
Ca. 9 ha, davon ca. 3 ha Grünfläche
Kontakt:

Frau Ayla Claßen
Telefon: +49 (0)69 212 31940
Telefax: +49 (0)69 212 30731


Projektbeschreibung

Planungsanlass 
Zur Kompensierung des steigenden Wohnraumbedarfs verfolgt die Stadt Frankfurt das Ziel, genügend Flächen für den Wohnungsbau zur Verfügung zu stellen. Mit Hilfe des Bebauungsplans B 698 „Nördlich Dieburger Straße“ im Süden Fechenheims, soll hierzu durch die Realisierung neuen Wohnbaulandes ein Beitrag geleistet werden. Die umliegenden Naherholungs- und Grünflächen bieten gute Standortvoraussetzungen zur Entwicklung eines attraktiven Wohngebietes.

Durch den Bebauungsplan „Nördlich Dieburger Straße“ wird Baurecht für die Errichtung von ca. 200 neue Wohneinheiten geschaffen. Von diesen werden 30 Prozent als geförderter Wohnraum entstehen, um ebenfalls einen Beitrag zum bestehenden Bedarf an sozialgeförderten Wohnungen zu leisten.

Planungsgebiet

Das Plangebiet ist im Süden des Ortsbezirks Fechenheim zu verorten und umfasst insgesamt eine Fläche von ca. 9 ha. Im Süden wird das Plangebiet durch die Dieburger Straße und die anschließende, straßenbegleitende Bebauung begrenzt. Im Nordwesten wird das Gewerbegebiet an die „Ferdinand-Porsche-Straße“ anschließen. Im Nordosten wird die Plangebietsfläche durch die Kleingartenanlage „Mainperle“ begrenzt. Das in Rede stehende Gebiet selbst wird, mit Ausnahme der straßenbegleitenden Bebauung (vornehmlich Wohnnutzung) sowie einiger rückwärtiger Gewerbebauten, vornehmlich durch Freizeitgärten und Grünflächen geprägt.

Planungsziel
Ziel des Bebauungsplans B 698 – Nördlich Dieburger Straße ist die Schaffung der planungsrechtlichen Grundlage zur geordneten städtebaulichen Entwicklung eines Wohngebietes unter Berücksichtigung vorhandener Gewerbebetriebe. Die vorgesehene Bau- und Nutzungsstruktur orientiert sich dabei an der Bestandsbebauung innerhalb des Plangebietes sowie dessen näherer Umgebung, um ein verträgliches Nebeneinander von Wohnen und Gewerbe zu gewährleisten. 

Die zentrale Leitvorstellung der Gebietsentwicklung ist die Schaffung von Wohnraum und die Stärkung der Wohnnutzung insgesamt. Ergänzend wird im Nordwesten des Gebietes die Anlage einer Kindertagesstätte vorgesehen. Zur Schaffung eines fließenden Übergangs zum angrenzenden Gewerbegebiet „Ferdinand-Porsche-Straße“ erfolgt im Westen die Entwicklung eines Mischgebietes. Im Norden des Plangebietes erfolgt die planungsrechtliche Sicherung des Fechenheimer Grünzugs, welcher ein verbindendes Element zwischen dem südlich gelegenen Mainbogen und dem nördlich zu verortenden Seckbacker Ried darstellt. Durch die vorgesehene Aufwertung entsteht hier ein Naherholungsgebiet für die künftigen Anwohner sowie die gesamte Bevölkerung Ortsbezirks Fechenheim. Des Weiteren dient der Bebauungsplan der planungsrechtlichen Sicherung der Flächen des Kleingartenvereins „Mainperle“.

Projektverlauf
Im Vorfeld der Planungen erfolgte 2013 die Erarbeitung eines städtebaulichen Entwurfs für das Plangebiet durch das Architekturbüro BS+ auf dessen Grundlage die Durchführung der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit (Frühjahr 2013 in der Sitzung des Ortsbeirates 11) sowie der Behörden und Träger öffentlicher Belange (TÖB) erfolgte. Im Anschluss wurde am 26.06.2014 der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan B 698 vom Stadtparlament gefasst.

Auf Grundlage des städtebaulichen Entwurfs, der Ergebnisse einiger Gutachten sowie unter Einbeziehung der durch die Bürger und TÖB vorgetragenen Hinweise und Anregungen im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung wurde bis in das Jahr 2017 der Entwurf des Bebauungsplanes erarbeitet und die öffentliche Auslegung vorbereitet.

Aufgrund der aktuellen Parzellenstruktur ist im Plangebiet eine Bodenumlegung gemäß §§ 45ff BauGB erforderlich, um sinnvoll zugeschnittene und baulich nutzbare Baugrundstücke zu erhalten. Darüber hinaus erfolgt in diesem Rahmen durch das zuständige Stadtvermessungsamt die Durchführung von Eigentümergesprächen, um Aufschluss über die Mitwirkungsbereitschaft der Grundstückseigentümer in Bezug auf die Umsetzung des geförderten Wohnungsbaus zu erhalten. Um die Umsetzung der Vorgaben des Bebauungsplans u.a. hinsichtlich des sozial geförderten Wohnungsbaus sicher zu stellen, wird die Offenlage des Bebauungsplans bis zum Abschluss der Eigentümergespräche zurück gestellt. Der Beschluss für die Umlegung wurde im Herbst 2018 gefasst. Die Gespräche als auch die Bodenordnung sind derzeit noch nicht abgeschlossen.
Darüber hinaus soll die abschließende Gewährleistung der Umsetzung des geförderten Wohnungsbaus auf den Privatgrundstücken möglicherweise durch den Abschluss städtebaulicher Verträge gemäß § 11 BauGB mit den Eigentümern erfolgen.