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Nachverdichtungsmanagement Mittlerer Norden

Thema:
Nachverdichtung, Wohnen
Stadtteil: Ortbezirk:
9, 10
Gebietsgröße:
Rund 1.000 Hektar
Kontakt:

Herr Torsten Rschlau
Telefon: +49 (0)69 212 47616
Telefax: +49 (0)69 212 30731

Herr Ingo Lachmann
Telefon: +49 (0)69 212 37617
Telefax: +49 (0)69 212 30731


Projektbeschreibung

Projektseite
Planungsanlass
Die Nachverdichtung von bestehenden Siedlungsbereichen ist für die Stadt Frankfurt am Main ein wichtiger Baustein, um zeitnah kostengünstigen Wohnraum zu schaffen.
Die größten Potenziale zur Erneuerung und Weiterentwicklung weisen die Zeilenbaugebiete der 1950er-1960er Jahre und die Siedlungsbestände der 1970er Jahre auf. Mit der Weiterentwicklung dieser Siedlungen soll eine qualifizierte Nachverdichtung von Beständen in überwiegend einheitlichem Grundeigentum aktiv von der Stadt Frankfurt initiiert und positiv begleitet werden.
Die Grundlage bildet das am 7. November 2019 von der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Frankfurt beschlossene integrierte Stadtentwicklungskonzept Frankfurt 2030+ mit dem Leitprojekt „Frankfurt entwickelt den Bestand der Siedlungen aus den 1950-70er Jahren weiter".
Das Stadtplanungsamt hat nun mit der konkreten Umsetzung dieses Leitprojekts begonnen und baut hierzu ein Nachverdichtungsmanagement auf.

Planungsgebiet
Im Zentrum der Bearbeitung des Projekts durch das Nachverdichtungsmanagement steht zunächst der Schwerpunktraum „Mittlerer Norden“ mit den Siedlungsbereichen in den Stadtteilen Ginnheim, Dornbusch, Eckenheim und Preungesheim, der aus dem integrierte Stadtentwicklungskonzept abgeleitet ist. Perspektivisch werden auch die weiteren dort entsprechend gekennzeichneten Gebiete in Nieder-Eschbach, Bornheim, Sossenheim, Zeilsheim und Niederrad bearbeitet werden.
Diese Priorisierung schließt weitere mögliche Nachverdichtungsgebiete im übrigen Stadtgebiet nicht aus, sofern sie konzeptionell geeignet sind und die jeweiligen Eigentümer Bereitschaft zur Weiterentwicklung signalisieren.

Planungsziel
Ziel des Nachverdichtungsmanagements ist es, alle Potenziale der Nachverdichtung in den Siedlungsbereichen zu erkunden und deren Weiterentwicklung planerisch aktiv zu steuern. Es soll möglichst zeitnah kostengünstiger Wohnraum geschaffen werden. Hierzu bestehen gute Voraussetzungen, da bei der Schaffung von Wohnraum auf vorhandenen Grundstücken keine Kosten für den Grundstückserwerb anfallen.
Ein besonderes Augenmerk liegt darauf, dass durch Nachverdichtungsmaßnahmen keine Verdrängungseffekte für die jetzigen Mieterinnen und Mieter entstehen.
Durch die stetige Begleitung des Nachverdichtungsmanagements soll gewährleistet werden, dass die notwendigen Kapazitäten in Kindertagesstätten, Schulen und für weitere Einrichtungen der sozialen Infrastruktur rechtzeitig geschaffen und bereitgestellt werden.
Darüber hinaus besteht das Ziel, wenn möglich in den bisher in der Regel reinen Wohnsiedlungen zusätzlich wohnergänzende Nutzungen wie zum Beispiel kleine Läden oder Dienstleitungsbetriebe zu etablieren und damit die Siedlungen insgesamt zu stabilisieren und für die aktuelle sowie neu hinzukommende Bewohnerschaft einen Mehrwert zu schaffen.
Da Nachverdichtungsvorhaben bislang häufig mit einem Verlust an Grünflächen einhergehen wird darüber hinaus das Ziel verfolgt, im Sinne einer doppelten Innenentwicklung die Entwicklung des Siedlungsbestandes nicht nur baulich, sondern gleichzeitig auch mit Blick auf die Erhaltung, Weiterentwicklung und Qualifizierung der öffentlichen Freiflächen zu betreiben. Dazu zählt auch ein behutsamer Umgang mit dem ortsbildprägenden Baumbestand und die Beachtung des Lokalklimas.
Ebenso soll der oft vorhandene hohe Stellplatzdruck im öffentlichen Straßenraum durch Nachverdichtungsprojekte nicht noch erhöht werden und nicht zulasten der öffentlichen und privaten Grünflächen gehen.
Die einzelnen Nachverdichtungsvorhaben sollen nicht mehr isoliert, sondern ganzheitlich in einem größeren städtebaulichen Zusammenhang betrachtet werden. Dazu wird für den Schwerpunktraum „Mittlerer Norden“ ein Rahmenplan erstellt, in dem die vielfältigen Anforderungen wie beispielsweise an die soziale Infrastruktur, die Freiraumvernetzung oder den Verkehr integriert bearbeitet werden.

Projektverlauf
Ende 2019 wurde eine ämterübergreifende Arbeitsgruppe innerhalb der Stadt Frankfurt ins Leben gerufen, um alle die Nachverdichtung berührenden fachlichen Belange frühzeitig auf breiter Basis einbinden zu können.
Aktuell führt das Nachverdichtungsmanagement eine Bestandserhebung für den Schwerpunktraum durch und stellt Grundlagen für die Erstellung des Rahmenplans „Mittlerer Norden“ zusammen. Parallel werden Grundprinzipien und Leitlinien für die Nachverdichtung erarbeitet, die als gemeinsame Grundlage für die Zusammenarbeit zwischen der Stadt Frankfurt und der Eigentümerschaft dienen soll. 

Am 3. März 2020 fand ein Auftaktgespräch mit Eigentümerinnen und Eigentümern von größeren Siedlungsbeständen im Schwerpunktraum „Mittlerer Norden“ statt, um die Vorstellungen der Stadt Frankfurt mit deren Nachverdichtungsabsichten abzugleichen.
Über den Fortschritt der Grundprinzipien und Leitlinien und des Rahmenplans wird das Stadtplanungsamt an dieser Stelle fortlaufend berichten und sobald erste Ergebnisse vorliegen auch öffentliche Informationsveranstaltungen anbieten.