Modernisierungsbonus unterstützt energetische Sanierung eines genossenschaftlichen Wohnhochhauses in Ginnheim
Die Stadt Frankfurt am Main hat dem Volks-Bau- und Sparverein Frankfurt am Main eG (VBS) Ende Dezember den Bewilligungsbescheid für die Modernisierung des Wohnhochhauses in der Guaitastraße 33a in Ginnheim überreicht. Planungsdezernent Marcus Gwechenberger übergab die Förderzusage im Rahmen des „Frankfurter Modernisierungsbonus“. Die Zuschusshöhe beträgt rund 922.662 Euro, was 35 Prozent der förderfähigen Kosten entspricht.
Das Wohnhochhaus aus dem Jahr 1969 umfasst 74 Wohneinheiten mit einer Gesamtwohnfläche von rund 4.000 Quadratmetern. Von den 74 Wohnungen sind 73 im Förderweg 1 gebunden; eine Wohnung ist frei finanziert. Die geplante Modernisierung verbessert die energetische Qualität des Gebäudes grundlegend. Zu den Maßnahmen gehören der Austausch der bestehenden Ölheizung gegen eine Wärmepumpe, die Dämmung der Fassade und des Dachs, der Fenstertausch sowie weitere bauliche Schritte zur Effizienzsteigerung. Ziel ist es, den Energieverbrauch dauerhaft zu senken und gleichzeitig die Mietbelastung für die Bewohnerinnen und Bewohner gering zu halten.
Modernisierungsbonus zeigt Wirkung
Mit dem novellierten Modernisierungsbonus verfolgt die Stadt Frankfurt das Ziel, energetische Sanierungen im Bestand zu beschleunigen und sozialverträglich auszugestalten. Seit der Neuregelung im Juni 2025 wurden bereits knapp 50 Anträge gestellt – von Genossenschaften über kleinere Wohnungsunternehmen bis hin zu privaten Eigentümergemeinschaften. Die Förderung sieht klare Mietobergrenzen vor: Nach einer Modernisierung darf die Miethöhe maximal bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete steigen. Die Zweckbindung beträgt 30 Jahre und sichert langfristig stabile Rahmenbedingungen.
Beitrag zu Klimaschutz und sozialer Stabilität
Durch die geplante Modernisierung wird der Energiebedarf des Gebäudes deutlich reduziert. Gleichzeitig bleibt der Bestand für mehrere Jahrzehnte langfristig preisgedämpft. Damit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, stabilisiert das Mietniveau im Quartier und stärkt die genossenschaftliche Wohnungsversorgung.
Der VBS gehört mit rund 4.400 Wohnungen zu den bedeutenden gemeinwohlorientierten Akteuren des Frankfurter Wohnungsmarkts. Bereits in der Vergangenheit hat die Genossenschaft Belegungsrechte und Bindungen verlängert und damit bezahlbaren Wohnraum dauerhaft gesichert.
