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Mertonviertel – Nördlich Lurgiallee

Thema:
Städtebaulicher Entwurf, Wohnen, Gewerbe, Büro, Schule
Stadtteil: Ortbezirk:
8
Gebietsgröße:
8,55 ha
Kontakt:

Herr Michael Theis
Telefon: +49 (0)69 212 44587

Herr Felix Schoeler
Telefon: +49 (0)69 212 34598


Aktuelles

Mertonviertel © Stadtplanungsamt Stadt Frankfurt am Main
Veranstaltung

Ausstellung in der Merton's Passage zum Ideenwettbewerb „Mertonviertel/Nördlich Lurgiallee“

Zeitraum:
07.02.2023 bis 05.03.2023
Veranstaltungsort:

Merton’s Passage
Lurgiallee 6–8
60439 Frankfurt am Main

Die Ausstellung kann täglich kostenfrei von 8 bis 20 Uhr besucht werden.


Projektbeschreibung

Planungsanlass
Im Norden von Frankfurt sind im Mertonviertel seit längerem zunehmende Leerstände und Umnutzungstendenzen großer Bürogebäude zu beobachten. In zentraler Lage befindet sich das 8 Hektar große sogenannte Lurgiareal. Es liegt brach, das zuletzt leerstehende Lurgihaus wurde abgebrochen. Gleichzeitig besteht in Frankfurt ein anhaltend hoher Bedarf an zusätzlichem Wohnraum. Ihm soll unter anderem mit der Schaffung attraktiver und zeitgemäßer Quartiere begegnet werden.

Für das Plangebiet „Nördlich Lurgiallee“, das weitgehend dem Lurgiareal entspricht, wurde 2018 die Aufstellung des gleichnamigen Bebauungsplans Nr. 922 beschlossen. Der Beschluss zielt dabei insbesondere auf eine städtebauliche Entwicklung ab – zu einem kleinteiligen und gemischt genutzten Quartier mit dem Schwerpunkt „Wohnen“. Neben Wohnraum und Gewerbeangeboten soll es dort zukünftig auch zwei Kindertagesstätten geben sowie der Standort für eine Grundschule neu entstehen.

Das Grundstück ist zentral gelegen und gut an den öffentlichen Personennahverkehr angebunden. Seine neue Nutzung bietet die Möglichkeit, einen wesentlichen Beitrag zur Innenentwicklung zu leisten und flächenschonend ein neues Quartier zu entwickeln, ohne Flächen „auf der grünen Wiese“ in Anspruch nehmen zu müssen. Durch das Projekt soll auch das gesamten Mertonviertel durch positive Impulse in Richtung eines attraktiven und lebendigen Arbeits- und Wohnstandorts profitieren.

Planungsgebiet

Das Plangebiet „Nördlich Lurgiallee“ liegt im Mertonviertel im Norden der Stadt Frankfurt am Main und gehört zum Stadtteil Niederursel. An das Mertonviertel grenzen im Norden der Stadtteil Kalbach-Riedberg und im Süden der Stadtteil Heddernheim.

Das Plangebiet wird durch die Lurgiallee im Süden und die Olof-Palme-Straße im Osten begrenzt. Im Westen und Norden grenzen Liegenschaften großflächiger Solitärbauten an. Durch die fußläufig erreichbare und unmittelbar angrenzende Stadtbahnstation „Riedwiese/Mertonviertel“ besteht eine gute Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr.

Der räumliche Geltungsbereich des aufzustellenden Bebauungsplans Nr. 922 umfasst eine Fläche von circa 8,55 Hektar. Den überwiegenden Anteil nimmt das 8 Hektar große Grundstück des Lurgiareals ein. Zudem liegen Teile der angrenzenden Lurgiallee und Olof-Palme-Straße im Geltungsbereich.

Planungsziele
Der Bebauungsplan Nr. 922 – Nördlich Lurgiallee soll Planungsrecht für ein kleinteiliges, gemischt genutztes, durchgrüntes und autoarmes Quartier schaffen. Dabei sollen überwiegend Wohnnutzungen und ergänzend Büro- und Gewerbenutzungen, Einzelhandel sowie Gastronomie entstehen. Darüber hinaus werden eine neue Grundschule sowie zwei neue Kindertagesstätten geplant.

Attraktive Grün- und Freiflächen sollen entstehen, der Naherholung dienen und wichtige ökologische und klimatische Funktionen erfüllen. Die Planung zielt darauf ab, die Anforderungen durch den Klimawandel ebenso zu berücksichtigen wie die Rückhaltung und Bewirtschaftung von Niederschlagswasser.

Durch die gute Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr soll die Quartiersplanung zeitgemäß auf Grundlage eines Mobilitätskonzeptes erfolgen, das den motorisierten Individualverkehr im Plangebiet reduziert und ein autoarmes Quartier etabliert.

Ziel ist es, dass aus der Entwicklung des Plangebiets auch eine Belebung und ein Impuls für das umgebende Mertonviertel entsteht.

Mit der Anwendung des „Baulandbeschluss für die Frankfurter Stadtentwicklung“ und dessen Umsetzung soll zudem ein wichtiger Beitrag zur sozialgerechten Bodennutzung und der Schaffung von mehr bezahlbarem Wohnraum in Frankfurt geleistet werden.
Weitere Informationen gibt es hier.

Planungsverlauf
Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Frankfurt am Main hat am 01.02.2018 die Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 922 – Nördlich Lurgiallee beschlossen. Das Stadtplanungsamt hat die Planung im Jahr 2020 nach mehreren Eigentümerwechseln wieder aufgegriffen, die Planungsziele konkretisiert und eine informelle Beteiligung städtischer Fachämter durchgeführt. 2021 wurde ein städtebaulicher und freiraumplanerischer Ideenwettbewerb vorbereitet und hierfür Fördermittel aus dem Landesprogramm „Nachhaltiges Wohnumfeld“ in Verbindung mit der Landesinitiative Großer Frankfurter Bogen beantragt.

Die Auslobung und Bekanntmachung des städtebaulichen und freiraumplanerischen Ideenwettbewerbs erfolgte im März 2022 durch das Stadtplanungsamt. Nach einem anonymen, zweiphasigen Verfahren vergab das Preisgericht in seiner Sitzung am 21. Oktober 2022 den ersten Preis einstimmig an den Entwurf der Bürogemeinschaft Teleinternetcafe Architektur und Urbanismus, Berlin mit TREIBHAUS Landschaftsarchitektur, Hamburg und c/o Zukunft – Stadtplanung und Stadtentwicklung, Hamburg. Dieser Entwurf soll die Grundlage für die weiteren Planungen sein.

2023 sollen weitere Planungsschritte folgen. Hierzu zählen die Weiterentwicklung des prämierten städtebaulichen und freiraumplanerischen Konzeptes, die Abstimmung mit maßgeblichen städtischen Fachämtern sowie den Eigentümern der Plangebietsflächen, die Erstellung von Fachgutachten und die Durchführung der nächsten Schritte im Bebauungsplanverfahren. Dazu wird hier rechtzeitig informiert.

Parallel sollen die Inhalte städtebaulicher Verträge auf der Grundlage des Baulandbeschlusses mit den Eigentümern verhandelt werden. Ein Rechtsplanentwurf soll letztlich erstellt und dieser anschließend öffentlich ausgelegt werden. Der Zeitraum dafür steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest.