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Gewerbegebiet Nördlich Heerstraße

Thema:
Städtebaulicher Entwurf, Gewerbe
Stadtteil: Ortbezirk:
7, 8
Gebietsgröße:
36,3 ha
Kontakt:

Herr Antonius Schulze Mönking
Telefon: +49 (0)69 212 36107
Telefax: +49 (0)69 212 43692


Aktuelles

Gewerbegebiet Nördlich Heerstraße © Stadtplanungsamt Frankfurt

Neues zum Gewerbegebiet Nördlich Heerstraße

Mit Beschluss der StVV vom 14.12.2017 wurde das Plangebiet „Gewerbegebiet Nördlich Heerstraße – Teilbereich 2“ in den Untersuchungsraum für vorbereitende Untersuchungen für eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme aufgenommen.


Projektbeschreibung

Planungsanlass 
Bis etwa Mitte der 90er Jahre wurde der heute bebaute Teil des Gebiets überwiegend von der Firma Hartmann & Braun für die Produktion von hochwertigen Mess- und Analysegeräten genutzt. Nach der Auflösung von Hartmann & Braun wurde die Produktion weitgehend verlagert und nur teilweise von einem Nachfolgebetrieb fortgeführt. Zwei weitere Handwerksbetriebe verblieben im Gebiet und haben ihren Betrieb aufrechterhalten. Die ehemaligen Produktionshallen waren überwiegend untergenutzt und verfielen. Diese insgesamt städtebaulich unbefriedigende Situation war Anlass, ein Gesamtkonzept für den Bereich nördlich der Heerstraße bis an die A5 zu entwickeln.

Planungsgebiet 
Das Gebiet umfasst den Bereich nördlich der Heerstraße, der im Westen ungefähr durch die Ziegelei-Allee und den Wirtschaftsweg in Verlängerung der Ziegelei-Allee begrenzt ist. Die nördliche Grenze verläuft im Abstand von ca. 150 m parallel zur A5. Die östliche Grenze bilden im nördlichen Abschnitt u.a. eine ehemalige Ziegelei, weiter südlich die Wohnbebauung westlich der Steinbacher Hohl sowie der bebaute Teil des Betriebsgeländes der Daimler AG. In dem Gebiet befinden sich einige nicht mehr genutzte Tongruben, die wegen der Böschungen auch heute noch gut zu erkennen sind.

Planungsziele 
Das Gewerbegebiet Nördlich Heerstraße in Frankfurt-Praunheim ist eines der Gebiete, in dem das Gewerbeflächenentwicklungsprogramm umgesetzt werden soll. Neben Bauflächen für neue Betriebe des produzierenden Sektors sollen vorhandene Betriebe in ihrem Bestand gesichert und entwickelt werden. Entlang der Heerstraße sieht das Strukturkonzept für das Gesamtgebiet eine Stärkung des alten Wohnquartiers durch eine Ergänzung in Richtung Norden vor. Da in Praunheim zum Zeitpunkt der Aufstellung des Planungskonzepts Bedarf für einen zeitgemäßen Nahversorger bestand, wurde an der Heerstraße eine Fläche für Einzelhandel (Nahversorger) geplant. Das Wohnquartier und der Nahversorger sind inzwischen realisiert worden.

Die Erholungsfunktion des Gebiets soll so weit wie möglich erhalten bleiben. Die landschaftsprägenden Feldgehölze, die vor allem entlang der Böschungen der ehemaligen Tongruben gewachsen sind, werden als öffentliche Grünflächen Teil der zukünftigen Grünstruktur des Gebiets.
Besondere Bedeutung für das Ortsbild haben die Ränder des Gebiets. Entlang der Heerstraße wird die städtebauliche Gestalt durch die bereits vorhandene Baumreihe auf der nördlichen Seite wesentlich geprägt. Diese grüne Fassung des Gewerbegebiets soll auf jeden Fall erhalten bleiben, da sie den städtebaulichen Kontrast zwischen der niedrigen, kleinteiligen Wohnbebauung auf der Südseite der Heerstraße und den großformatigen Nahversorgungsmärkten auf der Nordseite der Heerstraße mindert.
Die Westansicht des Gewerbegebiets wird ein Teil des Ortsrandes der bebauten Ortslage Frankfurts sein. Ein Baum- und Gehölzstreifen bindet das Gebiet in die offene Landschaft ein. Zwischen der A5 und dem Planungsgebiet wurde bereits eine großzügige Grünfläche (Ausgleichsfläche für andere Baugebiete) angelegt. Die Fernsicht auf das Gebiet soll nicht durch gewerblich genutzte Bauwerke geprägt sein, sondern auch einen adäquaten Übergang von offener Landschaft zu bebauten Flächen schaffen.
Mit dem Bau der Ziegelei-Allee wurde auch eine Teilstrecke der Ortsumfahrung Praunheim hergestellt, die von der Kreuzung Ludwig-Landmann-Straße/Heerstraße bis zur Dillenburger Straße verlaufen soll.

Das Plangebiet befindet sich im Untersuchungsbereich der vorbereitenden Untersuchungen für eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme gemäß § 165 BauGB.

Projektverlauf 
Ursprünglich nur zur Erweiterung zweier vorhandener Betriebe gedacht, haben sich die Planungsüberlegungen - nicht zuletzt als Folge des Gewerbeflächenentwicklungsprogramms - zu einer strukturellen Entwicklung des Gesamtgebiets zwischen Heerstraße und A5 gewandelt.

Das Strukturkonzept für das Gewerbegebiet Nördlich Heerstraße wurde am 19.4.2005 in einer Bürgeranhörung der Öffentlichkeit vorgestellt. Da schon bald absehbar war, dass sich der südliche Teil des Gebiets schneller entwickeln würde, teilte man das Gesamtgebiet in zwei Planverfahren. Der Bebauungsplan für den südlichen Teil (Bebauungsplan Nr. 854 - Gewerbegebiet Nördlich Heerstraße, Teilbereich 1) ist seit dem 25. März 2010 rechtsverbindlich. Für das übrige Gebiet befindet sich der Bebauungsplan Nr. 696 - Gewerbegebiet Nördlich Heerstraße, Teilbereich 2, noch in Aufstellung. Am 15.11.2012 hat die Stadtverordnetenversammlung die öffentliche Auslegung beschlossen (Beschluss § 2382). Die öffentliche Auslegung fand in der Zeit vom 23.01.2013 bis zum 25.02.2013 statt. Zurzeit werden die Anregungen und Stellungnahmen aus der öffentlichen Auslegung ausgewertet.




Mehr Informationen

Städtebauliches Konzept - Nutzungskonzept

Städtebauliche Grundstruktur

Übersichtskarte Gewerbegebiet Nördlich Heerstraße, Nutzungskonzept, © Stadtplanungsamt Stadt Frankfurt am Main

Der städtebauliche Rahmen wird durch eine klare Gliederung bestimmt: zwischen Straße und den Gebäuden sind Grünzonen ("Vorgartenzone") vorgesehen. Daran schließt sich eine Bauzone an, in der auch Büro- und Verwaltungsgebäude entstehen können. Im Binnenbereich erhalten die Straßen hierdurch eine räumliche Fassung. Die heute bestehende Baumreihe am nördlichen Rand der Heerstraße ist an dieser Stelle ein wertvolles städtebauliches Element: der Kontrast zwischen kleinteiliger Wohnbebauung auf der Südseite und langgestreckten, großformatigen Gewerbebauten auf der Nordseite wird gemildert.

Im Gebiet wird eine große Bandbreite an Grundstücksgrößen entstehen. Betriebsgrundstücke mit mehreren Hektar Fläche können entstehen, aber auch kleinere Einheiten sind denkbar. Wichtigstes Ziel der Planungen ist die Bereitstellung von Bauflächen für Betriebe des produzierenden Sektors. Büro- und Verwaltungsgebäude sollen daher nur in den Randbereichen der Baufelder allgemein zulässig sein.


Bereich an der Heerstraße

Die Heerstraße ist eine der wichtigen Hauptverkehrsachsen im Frankfurter Norden. Auf einem Geländestreifen von ca. 150 m Tiefe sollen sich entlang der Heerstraße daher (im betriebswirtschaftlichen Sinne) auch hochwertigere Nutzungen ansiedeln können. Der direkt an der Heerstraße geplante Nahversorger ist inzwischen gebaut. Auf den gewerblich nutzbaren Grundstücken im bereits oben erwähnten 150 m Streifen sind auch Büro- und Verwaltungsgebäude zulässig.


Wohnquartier

Die im Strukturkonzept vorgesehene Erweiterung des Wohnquartiers Heerstraße 144-188 in Richtung Norden ist bereits umgesetzt. Das Wohnen wurde hierdurch gestärkt, so dass die Wohnqualität in diesem Quartier trotz der Intensivierung der gewerblichen Nutzung im Osten und Norden erhalten werden kann.


Grünkonzept

Übersichtskarte Gewerbegebiet Nördlich Heerstraße, Grünkonzept, © Stadtplanungsamt Stadt Frankfurt am Main

Das Plangebiet wirkt mit Ausnahme des gut eingebundenen Wohngebietes heute sehr heterogen. Die Ränder des vorhandenen Gewerbegebietes sind nur teilweise in die Landschaft eingebunden.

Im Westen ist daher ein Baum- und Gehölzstreifen geplant. Zwischen A5 und dem Gebiet wurde bereits eine großzügige Grünfläche (Ausgleichsfläche für andere Baugebiete) angelegt. 

Mit der Neuplanung wird auch das Bestandsgebiet (Teilbereich 1 - B-Plan Nr. 854) neu strukturiert. Die als Alleen gestalteten Erschließungsstraßen und die großzügigen begrünten Vorgartenzonen geben dem Gewerbegebiet zukünftig im Innern eine klare Struktur und bilden eine gute Adresse. Die öffentlichen Grünflächen in der Plangebietsmitte gliedern das Plangebiet. Bereits vorhandene besondere Lebensräume werden so weit wie möglich erhalten und in diese Grünzüge integriert. Über ein großzügiges Fußwegenetz sollen die Grünzonen und Grünanlagen miteinander vernetzt werden.

 

Die wesentlichen Ziele aus grünplanerischer Sicht sind:

  • Sicherung der Naherholungsfunktionen durch Grünverbindungen in den freien Landschaftsraum und durch gebietsinterne Grünzüge, um auch die wohnortnahe Erholung weiterhin zu ermöglichen und das Gewerbegebiet durchlässig zu gestalten.
  • Erhöhung des Durchgrünungsanteils innerhalb der bestehenden Gewerbegebietsflächen.
  • Erhalt der wertvollen Einzelbäume und der Baumreihe entlang der Heerstraße.
  • Erhalt und Neuanlage von Vernetzungsstrukturen mit dem Außenbereich, vor allem der neue hergestellten Grünanlagen („Ausgleichsflächen“) entlang der BAB A5.
  • Strukturierung des Gewerbegebietes mittels baumreicher Vorgartenzonen und landschaftliche Einbindung des Ortsrandes.
  • Anpflanzung von zusätzlichen Gehölzriegeln innerhalb der Bauflächen zur intensiven Durchgrünung und Vernetzung mit im angrenzenden Landschaftsraum vorhandenen Strukturen.
  • Intensive Durchgrünung der Gewerbeflächen vor allem mit Gehölzen und Bäumen, Dachbegrünung und Fassadenbegrünung zur Minimierung der Auswirkungen der Planung auf das Klima und der Lufthygiene.
  • Sicherung bzw. Anlage großer, zusammenhängender Vegetationsflächen innerhalb der Bauflächen, da im Plangebiet sonst übliche Maßnahmen zur Eingriffsminimierung wie Teilversiegelung und Versickerung im Hinblick auf die Belange des Grundwasserschutzes nur eingeschränkt möglich sind.
  • Entwicklung eines naturnahen Regenwasserbewirtschaftungskonzepts mit Schwerpunkt auf Retentionsmaßnahmen unter Berücksichtigung des natürlichen Gebietsabflusses.
  • Brauchwassernutzung
  • Dachbegrünung und Fassadenbegrünung zur Minimierung der Auswirkungen der Planung auf den Wasserhaushalt.

 


Verkehrskonzept

Das Gebiet erhält zwei Anschlüsse an das übergeordnete Straßennetz: 

  • im Süden an die Kreuzung Ludwig-Landmann-Straße/Heerstraße/Ziegelei-Allee,
  • im Norden an den Praunheimer Weg und die Dillenburger Straße/Erich-Ollenhauer-Ring.

Die Haupterschließung ist zugleich Teilstrecke der Ortsumfahrung Praunheim. Im Bereich des Gewerbegebiets werden in Mittellage der Haupterschließung Flächen für die Verlängerung der U6 sowie für die Regionaltangente West (RTW) freigehalten. 

Die Erschließungsstraßen im Gebiet haben außer am Wohnquartier an der Heerstraße einen einheitlichen Querschnitt von 17,50 m. Alle Erschließungsstraßen haben beidseitige Parkstreifen. Der Radverkehr wird auf Schutzstreifen in der Fahrbahn geführt. 

Am heutigen Ende des Schönberger Wegs soll das Straßennetz getrennt werden, um eventuellen Schleichverkehr zu verhindern. Die Steinbacher Hohl soll keine Regelzufahrt an die Ortsumfahrung Praunheim erhalten. 

Im Teilbereich 1 des Plangebiets sind die Straßen und Wege bereits realisiert. In Verlängerung der Ludwig-Landmann-Straße entstand die Ziegelei-Allee, die Teil der Haupterschließung des gesamten Gewerbegebiets Nördlich Heerstraße ist und den ersten realisierten Abschnitt der Ortsumfahrung Praunheim darstellt.

Übersichtskarte Gewerbegebiet Nördlich Heerstraße, Verkehrskonzept,  © Stadtplanungsamt, Kartengrundlage: Stadtvermessungsamt Stadt Frankfurt am Main

Regelquerschnitt der Erschließungsstraßen

Regelquerschnitt der Erschließungsstraßen, © Stadtplanungsamt Stadt Frankfurt am Main