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Frankfurt will Wohnungsbau beschleunigen - klare Regeln für den „Wohnungsbauturbo“

Die Stadt Frankfurt am Main will den Bau neuer Wohnungen beschleunigen. Dafür nutzt sie neue Möglichkeiten im Bundesrecht, den sogenannten „Wohnungsbauturbo“. Mit einem Grundsatzbeschluss hat die Stadtverordnetenversammlung am 5. März 2026 nun festgelegt, unter welchen Bedingungen diese Regelungen angewendet werden.

Dringend benötigter Wohnraum soll schneller geschaffen werden - ohne Abstriche bei einer nachhaltigen Stadtentwicklung sowie beim Klima- und Freiraumschutz. Dabei setzt Frankfurt auf klare Regeln: Bauvorhaben können den „Wohnungsbauturbo“ nur nutzen, wenn sie den Beschlüssen der Stadtverordnetenversammlung - insbesondere dem Baulandbeschluss - sowie den geltenden Satzungen der Stadt entsprechen.

Wichtig ist dabei der Grundsatz: Tempo ja, Beliebigkeit nein.

Einsatz des Wohnungsbauturbos

Der Wohnungsbauturbo soll insbesondere dort eingesetzt werden, wo Planungen bereits weit fortgeschritten sind. Beispiele sind:

  • Nachverdichtung Mittlerer Norden: zusätzliche Wohnungen im Bestand von Zeilenbausiedlungen aus den 1950er-Jahren
  • Bebauungsplan Nr. 922: Nördlich Lurgiallee – frühere Genehmigung einzelner Bauabschnitte in einem laufenden Bebauungsplanverfahren
  • Ehemaliges Panoramabad Bornheim: kurzfristige Schaffung von Baurecht für ein neues Wohnquartier mit 30 Prozent geförderten Wohnungen
  • Bebauungsplan Nr. 934: Produktives Quartier Gutleut-West – beschleunigte Umsetzung einzelner Bauvorhaben in einem neuen gemischt genutzten Stadtquartier

Gleichzeitig bleibt der Schutz von Freiräumen und Umwelt ein wichtiger Grundsatz. Der „Wohnungsbauturbo" wird nicht im Außenbereich und auf innerstädtischen Grünflächen angewendet. Auch in Gewerbe- und Industriegebieten ist eine Anwendung nicht vorgesehen. Ebenso ausgeschlossen sind sensible Bereiche wie Überschwemmungsgebiete oder Flächen für notwendige Sicherheitsabstände. Da sie keinen nennenswerten Beitrag zur Wohnraumschaffung leisten, werden Einfamilienhäuser und Mikroapartements ebenfalls nicht über den „Wohnungsbauturbo" gefördert.

Schnelle Realisierung von Bauprojekten

Für eine bessere Abstimmung innerhalb der Verwaltung richtet die Stadt eine regelmäßig tagende „Bauturbo-Konferenz" ein. Dort werden mögliche Anwendungsfälle zwischen den zuständigen Ämtern besprochen. Der Magistrat wird zudem jährlich über die Nutzung der neuen Regelungen informieren.