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Förderprogramm Innenstadt Höchst

Revitalisierung der Innenstadt Höchst als Wohn- und Geschäftsstandort


Rahmenplan, Wohnen, Büro, Gewerbe

Stadtteil:




Darstellung in Projektkarte

Planungsanlass
Der Stadtteil Höchst ist noch vielen bekannt durch den Industriepark des ehemaligen Konzerns Hoechst AG. Doch Höchst hat noch vieles mehr zu bieten! Der Stadtteil hat eine lebendige Altstadt mit der größten geschlossenen Fachwerkbebauung Frankfurts, die seit 1972 unter Denkmalschutz steht. Vom Main her betrachtet präsentiert sich der Stadtteil mit Schloss und Stadtmauer, Justinuskirche und Bolongaropalast mit einem historischen Ensemble einer bis 1928 selbstständigen Stadt. Bedingt durch verschiedene Faktoren leidet aber Höchst unter einem Bedeutungsverlust, der auch mit wirtschaftlichen Einbußen einhergeht. Die Konkurrenz des expandierenden Main-Taunus-Zentrums, der Wegzug der Kreisverwaltung und die Verlagerung des Haupttores des Industrieparks nach Süden haben hierzu beigetragen. Höchst bietet Qualitäten als Wohn- und Geschäftsstandort, die es vor dem Hintergrund der aktuellen Stadtentwicklung zu schützen und auszubauen gilt. 

Mit dem Rahmenplan wurden daher - ausgehend von Strukturuntersuchungen des Stadtteils - die Bindungen, die Mängel und die Chancen von Höchst herausgearbeitet. Der Rahmenplan diente als Grundlage für das 2006 von der Stadt Frankfurt am Main beschlossene kommunale Förderprogramm Innenstadt Höchst.

Die Stadtverordnetenversammlung hat am 21.06.2018 die „Richtlinien zur Förderung der Umgestaltung von gewerblichen Erdgeschosszonen sowie der Aufwertung des Geschäftsumfeldes in der Innenstadt Höchst“ beschlossen und die bestehenden Förderrichtlinien für die Bezuschussung der Modernisierung des Wohngebäudebestandes ersetzt.

Planungsgebiet
Das Plangebiet wird begrenzt durch die Leunastraße im Westen, durch den Main bzw. die Nidda im Süden, durch die Russinger- und die Bolongarostraße im Osten sowie die Ludwig-Scriba-Straße und die Gleisanlagen im Norden.

Planungsziele
Ziel der aktuellen Förderung ist die Stärkung der zentralen Funktion der Innenstadt Höchst. Über finanzielle Anreize in bauliche Investitionen sollen erdgeschossige Gewerbeflächen attraktiver gestaltet, bewährte Nutzungen verstetigt und Leerstand beseitigt werden. Mit den Investitionen soll zur Erhaltung wertvoller Bausubstanz und zur Aufwertung des städtebaulichen Erscheinungsbilds der Immobilien sowie zur Stärkung des Geschäftsumfeldes beigetragen werden.
Mit diesem Programm gewährt die Stadt Frankfurt am Main Zuschüsse für Maßnahmen zur Umgestaltung von gewerblich genutzten Erdgeschosszonen. Darüber hinaus werden Maßnahmen oder Aktivitäten gefördert, die zur Stärkung des Geschäftsumfeldes sowie zur Imageverbesserung der Geschäftsstandortes Innenstadt Höchst beitragen.

Eine Förderung der Modernisierung von Wohngebäuden ist aus dem Frankfurter Programm zur Modernisierung des Wohnungsbestandes möglich.

Projektverlauf
Mit Beschluss der Stadtverordnetenversammlung aus dem Jahre 2000 war der Magistrat beauftragt, den Rahmenplan aus dem Jahre 1990 zu aktualisieren, da die damals benannten Probleme seither nicht geringer geworden seien. Als Grundlage für eine solche Planung wurden ein Stadtteilverkehrsplan und ein Parkraumbewirtschaftungskonzept erstellt. Der Rahmenplan wurde 2006 von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen. Gleichzeitig wurde ein Förderprogramm von 21 Millionen Euro für das Rahmenplangebiet beschlossen, mit dem Wohnungsbau- und Modernisierungsmaßnahmen gefördert werden sollen. Hierfür wurden 2007 Förderrichtlinien aufgestellt, die im Februar 2008 beschlossen wurden.
 
Die Beratung der privaten Bauwilligen vor Ort erfolgt seit 2008 durch die beauftragte Architektin, Frau Lotte Plechatsch, im Beratungsbüro Bolongarostraße 135.
 
Im Zeitraum 2008 – 2011 nahm die Stadt Frankfurt am Main mit dem Stadtteil Höchst an dem EU-Projekt MANDIE 2008 – 2011 teil, welches die Förderung und Reaktivierung von Stadtteilzentren zum Ziel hatte. 

Von April 2012 bis Juli 2017 war die Nassauische Heimstätte Wohnungs- und Entwicklungsgesellschaft GmbH mit ihrer Marke NH ProjektStadt beauftragt das Projekt als Quartiersmanager zu betreuen. Das Leitbild dafür ist die Entwicklung eines multifunktionalen Stadtteilzentrums mit den Handlungsfeldern Versorgung, Wohnen, Arbeiten, Leben, Kultur und Freizeit.

Zwar konnten durch die Förderung von baulichen Maßnahmen große Erfolge im Erhalt wertvoller Bausubstanz verzeichnet werden, doch weist die Innenstadt Höchst noch strukturelle Missstände auf. Auf Grundlage einer Evaluation wurde daher beschlossen, das Förderprogramm um weitere fünf Jahre zu verlängern und erneut Fördermittel in Höhe von 10 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. Die „Richtlinien zur Förderung der Umgestaltung von gewerblichen Erdgeschosszonen sowie der Aufwertung des Geschäftsumfeldes in der Innenstadt Höchst“ sind seit dem 21.06.2018 in Kraft.

Derzeit wird das Stadteilmanagement inklusive der Modernisierungsberatung europaweit ausgeschrieben.

Publikationen des Stadtplanungsamtes zum Projekt


Projektleitung

Frau Anne Lederer

Telefon: +49 (0)69 212 34403
Telefax: +49 (0)69 212 30761