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Fechenheim - Aktiver Kernbereich

Stadterneuerungsverfahren nach dem Bund-Lnder-Programm
"Aktive Stadt- und Ortsteilzentren"

Thema:
Stadterneuerung
Stadtteil: Ortbezirk:
11
Gebietsgröße:
31 ha
Kontakt:

Herr Gilbert Mayr
Telefon: +49 (0)69 212 30418
Telefax: +49 (0)69 212 30731


Projektbeschreibung

Planungsanlass
Der Kernbereich Fechenheims wurde mit Bescheid des Landes vom 31.10.2008 in das Städtebauförderungsprogramm „Aktive Kernbereiche in Hessen“ aufgenommen.
Als industriell geprägter Stadtteil ist Fechenheim seit einigen Jahrzehnten besonders stark mit dem wirtschaftlichen, demographischen und gesellschaftlichen Strukturwandel konfrontiert. Insbesondere auf Grund der Deindustrialisierung und des damit verbundenen Stellenabbaus der stadtteilbezogenen Arbeitgeber, ist eine überdurchschnittlich hohe Arbeitslosenquote zu verzeichnen.
Durch die vermehrte Konkurrenz von großen Einkaufszentren und Filialen großer Handelsketten ist der spezialisierte Einzelhandel, der traditionell in den Stadt- und Stadtteilzentren angesiedelt ist, kaum noch überlebensfähig. Immer mehr leerstehende Ladenflächen im Kernbereich Fechenheims sowie der Trend zu wenig einladenden „Billigläden“ und Spielhallen sind ein Resultat dieser Entwicklung.
Hinzu kommt eine Unterversorgung im Bereich des Wohnangebotes für Junge Familien der mittleren und gehobenen Einkommensklassen, fehlende attraktive Grün- und Freiflächen sowie die Überlastung der Straßen des Kernbereiches durch Pendlerverkehr.

Planungsgebiet
Das Fördergebiet umfasst eine Fläche von ca. 31 ha und erstreckt sich um den Hauptgeschäftsbereich in der Straße Alt-Fechenheim. Es beinhaltet die umliegenden Straßenzüge mit allen relevanten Verkaufs,- Gewerbe- und Potenzialflächen. Im Westen wird es von der Konstanzer Straße und der Fachfeldstraße, im Osten durch den Main begrenzt. Die Eingänge zum Hauptgeschäftsbereich in der Straße Alt-Fechenheim, von der Straßenbahnabzweigung im Norden bis zur Grenze des Friedhofs im Süden, von dort abgestuft über den Einbiglerweg, die Starkenburger Straße und die Sedanstraße bis zur Fachfeldstraße, bilden die weiteren Begrenzungen.

Planungsziele
Die Potenziale Fechenheims in den Bereichen Einzelhandel und Versorgung, Wohnen, Kultur, Freizeit und als Arbeitsort konnten bislang nicht ausreichend aktiviert werden.
Das Förderprogramm ermöglicht es, durch eine Aktivierung und Vernetzung von Akteuren und Initiativen positiv auf die Entwicklung einzuwirken sowie Fechenheim in seiner Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.
Neben der Stärkung der Haupteinkaufsstraße im Ortszentrum und der damit verbundenen Verbesserung der Grundversorgung sind weitere Ziele: die Schaffung neuer Wohnangebote, die Sanierung der das Ortsbild prägenden Gebäude sowie die städtebauliche Aufwertung von Straßen und Freiflächen. Insbesondere die unmittelbare Lage am Main stellt hier ein großes Potenzial dar.

Projektverlauf
Im September 2009 wurde die Erarbeitung des Integrierten Handlungskonzepts für den Kernbereich Fechenheims in Auftrag gegeben. Das Integrierte Handlungskonzept bildet die planerische Grundlage für die Umsetzung des Förderprogramms. Es stellt die Strategie für die Aktivierung des Kernbereichs dar und ist zugleich das Arbeitsprogramm für die Gesamtlaufzeit des Verfahrens. Es dient zur Vermittlung der Vorhaben gegenüber Bürgern, Investoren und anderen Kernbereichsakteuren. Das Integrierte Handlungskonzept wurde am 30.09.2010 von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen (§ 8811).

Durch Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 25.03.2010 (§ 7871) wurde das Fördergebiet vorab bereits gemäß § 171 b Baugesetzbuch (BauGB) förmlich als Stadtumbaugebiet festgelegt. Dies ist Voraussetzung für künftige Bewilligungen von Fördermitteln, macht aber gleichzeitig auch deutlich, dass alle politischen Gremien der Stadt hinter der Durchführung des Programms stehen.

Der integrierte Ansatz des Erneuerungsprogramms in öffentlich-privater Partnerschaft sowie die hohen Qualitätsanforderungen des Förderprogramms setzen ein engagiertes Management der Umsetzungsprozesse voraus. Zentraler Bestandteil hierbei ist das „Kernbereichsmanagement“, das die relevanten Akteure einbinden und die Programmumsetzung sicherstellen soll. Im Sinne der Leitlinien zum Förderprogramm soll das Kernbereichsmanagement nicht durch die Verwaltung selbst, sondern durch ein externes Büro erbracht werden. Für diese Beauftragung wurde ein EU-weites Ausschreibungsverfahren durchgeführt.

Das Stadtplanungsamt der Stadt Frankfurt am Main hat der DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG den Zuschlag für die Durchführung des Kernbereichsmanagements in Fechenheim erteilt.
 

Zur Seite der Stadtteilberatung

 




Mehr Informationen

Aktuelle Manahmen

Stadtteilbro und Lokale Partnerschaft

Sitzung der Lokalen Partnerschaft, © Nassauische Heimstätten

Die erste Aufgabe des Kernbereichsmanagements war die Einrichtung und Eröffnung eines Stadtteilbüros im Mai 2011. Dort stehen die Mitarbeiterinnen der DSK an drei Tagen pro Woche als Ansprechpartnerinnen zur Verfügung. 

Das Kernbereichsmanagement aktiviert und informiert die Bevölkerung zu verschiedenen Maßnahmen und Themen im Rahmen des Förderprogramms Aktive Kernbereiche und erteilt Informationen zu weiteren städtischen Förderprogrammen, zur Erhaltungssatzung Fechenheim-Süd, zur geplanten Erweiterung des Grünzugs Fechenheim oder zum Bebauungsplanentwurf Dieburger Straße.
 
Weitere für die Besucher wichtige Themen beschäftigen sich mit der Sauberkeit in Fechenheim, der Beleuchtungssituation, der privaten Wohnsituation oder dem Wohnungsmarkt. Auch Wünsche nach bürgerschaftlichem Engagement zu Themen wie Gestaltung von Grünflächen, Urban Gardening, generationenübergreifendem Wohnen oder Patenschaften für Hundekotbeutel werden geäußert.

Seit der Eröffnung bis August 2015 haben mehr als 1.500 interessierte Besucherinnen und Besucher aller Altersklassen das Beratungsangebot im Stadtteilbüro in Anspruch genommen. Darüber hinaus konnten zahlreiche Bürgerinnen und Bürger per mobilem Informationsstand auf Stadtteilfesten und im Rahmen von Informationsveranstaltungen eingebunden werden.

Die Lokale Partnerschaft ist auch weiterhin das zentrale Gremium zur Beteiligung der örtlichen Bewohner, Unternehmer, Grundstückseigentümer, Vertreter von Kultur- und Sozialeinrichtungen, von Initiativen und Vereinen. Im Oktober 2015 hat sich die Lokale Partnerschaft bereits zu ihrer 50. Sitzung getroffen, worin sich das hohe persönliche Engagement aller Beteiligten widerspiegelt.
Die Lokale Partnerschaft ist das Gremium, in dem alle relevanten Akteure des Kernbereichs, gemeinsam mit der Verwaltung Konzepte und Projekte zur Stärkung des Zentrums entwickeln und realisieren. Aufgabe der Lokalen Partnerschaft ist die lenkende Begleitung und Unterstützung der Kernbereichsentwicklung.
Die Mitglieder der Lokalen Partnerschaft übernehmen die Funktion von Experten, indem sie ihr spezielles Wissen über Fechenheim und den Kernbereich einbringen. Darüber hinaus fungieren sie als Multiplikator in ihren Wirkungskreis und werben im Stadtteil für die Ziele und Maßnahmen des Programms. Als dritte Funktion kommt die eines Trägers hinzu, der eigene private und zivilgesellschaftliche Initiativen und Projekte zur Unterstützung der Kernbereichsentwicklung vorbereitet und durchführt.
Die Grundsätze zur Arbeitsweise und Zusammensetzung der Lokalen Partnerschaft wurden in einem Magistratsbeschluss festgelegt und haben somit auch einen „verbindlichen“ Charakter. 

Die Lokale Partnerschaft umfasst derzeit 16 namentlich benannte Personen, und wird durch Vertreterinnen und Vertreter der Wirtschaftsförderung Frankfurt und der Verwaltung ergänzt. Zu speziellen Themen, wie etwa die Eingangsbereiche oder die Erstellung einer Internetseite, wurden Arbeitsgruppen für die Ausarbeitung und Umsetzung gebildet.


Verfügungsfonds der Stadt Frankfurt am Main

Zur Stärkung eines gemeinwohlorientierten Engagements stellt die Stadt Frankfurt am Main den Gebieten der Stadterneuerung ein Budget (Verfügungsfonds) für die Durchführung von lokalen Kleinprojekten und Maßnahmen zur Verfügung. Durch den Fonds soll bürgerschaftliches Handeln im nicht-investiven Bereich eigenverantwortlich und unbürokratisch ermöglicht werden.


Integriertes Handlungskonzept

Deckblatt: Integriertes Handlungskonzept

Das Förderprogramm Aktive Kernbereiche verfolgt einen integrierten Ansatz, das bedeutet, dass die zentralen Aufgaben aus Wirtschaft und Handel, Wohnen und Kultur nicht isoliert betrachtet, sondern integriert entwickelt werden. Entscheidendes Element für die Programmumsetzung ist daher das „Integrierte Handlungskonzept“, auf dessen Grundlage die investitionsvorbereitenden und investiven Projekte entwickelt und realisiert werden. Es ist somit das Arbeitsprogramm für die Laufzeit des Verfahrens und dient zur Vermittlung der Projekte gegenüber Bürgern, Investoren und anderen Kernbereichsakteuren. Einzelmaßnahmen sind nur förderfähig, soweit sie dem Integrierten Handlungskonzept entsprechen und daraus abgeleitet sind.

Im April 2010 erfolgte die Abstimmung des Entwurfes mit dem Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, am 30.09.2010 der Beschluss der Stadtverordnetenversammlung. Im Parlamentsinformationssystem (PARLIS) der Stadt Frankfurt am Main ist das Integrierte Handlungskonzept Frankfurt-Fechenheim unter M 130 als Anlage angehängt.


Erhaltungssatzung Nr. 30

Fechenheim besitzt in seinem Ortskern noch eine Vielzahl von Gebäuden, anhand derer die Geschichte des Ortsteils anschaulich nachvollzogen werden kann. So finden sich dort  z.B. ehemals landwirtschaftliche Hofstellen, Siedlungshäuser des frühen Industriezeitalters und mehrgeschossige gründerzeitliche Gebäude. Um diese baulichen Besonderheiten Fechenheims dauerhaft erhalten zu können, haben die Stadtverordneten am 27.01.2011 die Erhaltungssatzung Nr. 30 - Fechenheim-Süd - beschlossen. Die Satzung ist am 22.03.2011 in Kraft getreten, so dass ihre Zielsetzungen seither bei allen baulichen Maßnahmen zu berücksichtigen sind. Dies kann insbesondere bei Umnutzungen oder bei der Durchführung von Maßnahmen zur Energieeinsparung zu Zielkonkurrenzen führen.

In der Veröffentlichung Baustein 04/12 wurde die städtebauliche Charakteristik noch einmal übersichtlich dargestellt, außerdem sind hier der Satzungstext und der Geltungsbereich der Satzung einsehbar.


Kernbereichsarchitektin – kostenfreie Beratung

Eines der Handlungsfelder des Städtebauförderprogramms „Aktive Kernbereiche in Hessen - Frankfurt am Main-Fechenheim“ befasst sich mit der Aufwertung der städtebaulichen Situation sowie der Instandsetzung und Modernisierung von ortsbildprägenden Gebäuden im Aktiven Kernbereich Fechenheim. Zudem soll die städtebauliche Eigenart des Gebietes nach der geltenden Erhaltungssatzung Nr. 30 Fechenheim-Süd bewahrt bleiben. 

Seit Januar 2015 bietet daher eine Architektin als sogenannte „Kernbereichsarchitektin“ allen interessierten Hauseigentümern, Mietern und Pächtern im Fechenheimer Fördergebiet eine kostenfreie städtebauliche und architektonische Beratung zu umfassenden Instandhaltungsmaßnahmen, Modernisierungen und Umbaumaßnahmen von Wohngebäuden sowie gewerblich genutzten Gebäuden an. Auch gestalterische Aspekte, wie z.B. die Fassadengestaltung oder die Entsiegelung und Begrünung von Hof- und Freiflächen, können in der Beratung berücksichtigt werden. Ebenso werden Hilfestellungen bei Kostenentscheidungen sowie der Beantragung öffentlicher Fördermittel angeboten. Die Beratung erfolgt dabei unter Berücksichtigung der Vorgaben der Erhaltungssatzung.


Logo fr den Stadtteil Fechenheim

Das neue Logo für Fechenheim "Aktive Kernbereiche" in Fechenheim, © Stadtplanungsamt Stadt Frankfurt am Main

Die Fechenheimer Bürgerinnen und Bürger konnten im Juni 2012, am Info-Stand „Aktive Kernbereiche“ auf dem Linnefest und auf dem Platz vor der Kita 27 über das neue  Logo für Fechenheim abstimmen.
Die Projektidee zur Entwicklung eines Logos für den Stadtteil Fechenheim geht auf die Arbeitsgruppe „Eingangsbereiche Fechenheim“ zurück, einer Initiative der Lokalen Partnerschaft im Rahmen des Städtebauförderprogramms „Aktive Kernbereiche in Hessen“. Das neue Logo soll künftig die AnwohnerInnen und BesucherInnen im Stadtteil Fechenheim begleiten, den Stadtteil sichtbarer machen und über seine Grenzen hinaus im Stadtgebiet sowie regional positionieren.
Insgesamt 377 interessierte Bürgerinnen und Bürger haben an der Abstimmungsaktion für das neue Logo Fechenheims mitgewirkt. Neben der Abstimmung am Info-Stand „Aktive Kernbereiche“ wurden Stimm-Postkarten im Fechenheimer Kernbereich verteilt und lagen u.a. bei Einzelhändlern,  der Post, der Volksbank, bei Gastronomen, den Kirchengemeinden, der Heinrich-Kraft- und der Konrad-Haenisch-Schule sowie in Vereinen und Galerien aus. Bei insgesamt ca. 1.200 verteilten Stimm-Postkarten gab es fast ein Drittel Rücklauf, was das öffentliche Interesse und den Erfolg der Aktion bestätigt.

Drei attraktive Logos standen zur Wahl, kreiert vom Fechenheimer Design Studio Lie. Grundlage für die Entwürfe waren die Meinungen der BesucherInnen des Fechenheimer Fischerfestes im Jahr 2011. Hier hatte das Kernbereichsmanagement "Aktive Kernbereiche" die Bürgerinnen und Bürger befragt, was sie an Fechenheim schätzen bzw. was für sie den Stadtteil einzigartig macht. Für die Mehrheit der Befragten war dies die Nähe zu Natur und Naherholung.
Im Rahmen der Abstimmungsaktion zum neuen Fechenheimer Logo haben sich rund 40 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer  für das Logo mit dem Slogan „Stadt. Natur. Ganz Nah Frankfurt Fechenheim“ entschieden.
Auf dem Fechenheimer Fischerfest, am 01.09.2012, wurde das Sieger-Logo für Fechenheim erstmals öffentlich vorgestellt und das Engagement der Fechenheimer Bürgerinnen und Bürger während der Abstimmungsaktion mit einer Preisverleihung belohnt.

Das Fechenheimer Logo wird unter www.logofechenheim.de zum Download angeboten. Privatleuten und Geschäftsinhabern steht das Logo frei zur Verfügung und kann auf Homepages, Briefen oder Flugblättern präsentiert werden.
Informationen zu diesem sowie weiteren Projekten des Förderprogramms sind im Stadtteilbüro „Aktive Kernbereiche“, Alt Fechenheim 80, erhältlich. Öffnungszeiten montags von 15.00 - 19.00 Uhr, mittwochs von 14.00 - 18.00 Uhr sowie freitags von 9.00 - 13.00 Uhr, telefonisch: 069-40893735, oder per E-Mail: frankfurt-main@dsk-gmbh.de.


Aufwertung der Fechenheimer Eingangsbereiche

Eine Arbeitsgruppe der Lokale Partnerschaft hat sich intensiv mit der optischen Aufwertung der Eingangsbereiche zum Fechenheimer Ortskern auseinandergesetzt. Gemeinsam wurden Standorte identifiziert, die sowohl von Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Besucherinnen und Besuchern Fechenheims gleichermaßen häufig passiert werden und als „Eingangsbereiche“ in den Stadtteil einen wichtigen Eindruck hinterlassen. Bis zu diesem Zeitpunkt dominierten an einigen dieser Standorte Container das Straßenbild und zeigten den Stadtteil nicht von seiner schönsten Seite.

Als erste Maßnahme zur Verbesserung der Situation konnten im Jahr 2013 die Altglas- und Kleidercontainer an der Jakobsbrunnenstraße, Ecke Willmannstraße sowie an der Straßenbahnhaltestelle Alt-Fechenheim in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz sowie der Veolia Umweltservice GmbH versetzt werden. Seit dieser Zeit präsentiert sich der kleine Platz an der Jakobsbrunnenstraße mit seinem alten Baumbestand wieder als attraktive freie Grünfläche. 


Bemalter Container, © Pat Vanhöfen

In enger Abstimmung mit der Lokalen Partnerschaft wurde im Herbst 2013 vom Fechenheimer Künstler Pat Vanhöfen zunächst der Altkleidercontainer gegenüber der Straßenbahnhaltestelle Alt-Fechenheim künstlerisch gestaltet. Weitere Verschönerungsaktionen des Künstlers folgten im Jahr 2014. 

Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung wurden die Altglas-Container auf dem Fechenheimer Kleedreieck, vor dem Jugendzentrum in der Starkenburger Straße sowie an der Konstanzer Straße durch die künstlerischen Aktionen Pat Vanhöfens aufgewertet.


Freiluftgalerie entlang des Fechenheimer Leinpfads

Der Fechenheimer Leinpfad ist einer der wichtigsten Eingänge in den Stadtteil, da viele Einwohner und Besucher mit der Straßenbahn ankommen und abfahren. Im Kernbereich von Fechenheim gibt es insgesamt drei Haltestellen. Nachdem das Mainufer unter Einsatz städtischer Mittel umgestaltet wurde, hat der Bereich insgesamt an Qualität gewonnen. Umso mehr fielen nun die Mauern und Fassaden auf, die sich dem Mainufer zuwenden, und die größtenteils ungestaltet oder durch Graffiti verunstaltet sind.

Freiluftgalerie entlang des Fechenheimer Leinpfads, Entwurfsskizzen, © Klaus Puth

Bereits im Jahr 2013 wurde daher "Das Kunstbüro" mit der Erstellung eines Gesamtkonzeptes für die Mauer- und Wandflächen entlang des Leinpfades beauftragt. Die zirka 40 Meter lange Mauer an der Straßenbahnhaltestelle Arthur-von-Weinberg-Steg wurde als Pilotprojekt aus dem Gesamtkonzept ausgewählt. Nach eingehender Diskussion in der Lokalen Partnerschaft einigte man sich auf folgende Merkmale für eine Bemalung: Ausführung in schwarz/weiß bzw. farbreduziert, Reflektion des Stadtteillebens, karikaturistische Ausführung. Mit diesen Kriterien machte sich "Das Kunstbüro" auf die Suche nach einem Künstler, und konnte schließlich Herrn Klaus Puth für die Ausführung gewinnen. Seine ersten Entwürfe wurden wieder in der Lokalen Partnerschaft diskutiert bevor es in die Ausführung ging. Mitte Mai 2014 wurde die Mauer neu verputzt und weiß gestrichen und somit die „Leinwand“ für das Bild vorbereitet. In einem vier Wochen dauernden Arbeitsprozess wurden zunächst die Konturen in schwarz vorgezeichnet und anschließend Schritt für Schritt vervollständigt. Viele Interessierte haben die Gelegenheit genutzt, dem Künstler bei der Entstehung des Kunstwerkes über die Schulter zu schauen und mit ihm ins Gespräch zu kommen. Entstanden ist so ein Wimmelbild mit einem intensiven Bezug zu Fechenheim, auf dem der ein oder andere Fechenheimer sich bereits selbst erkannt haben will. 
Am 2. Juli 2014 fand die offizielle Eröffnung der ersten Freiluftgalerie Frankfurts statt, bei der Bürgermeister Cunitz in seiner Rede die Aktivitäten des Stadtteils als beispielhaft lobte. Unter dem Thema der Freiluftgalerie sollen noch weitere Kunstwerke entstehen.


Neugestaltung des Fechenheimer Kleedreiecks

"Kleedreieck" Fechenheim, Perspektive aus der Willmannstraße, © raumwerk

Die Aufwertung des nördlichen Eingangsbereiches zum Aktiven Kernbereich Fechenheim – dem so genannten „Kleedreieck“ – ist unmittelbar mit der baulichen Entwicklung auf den angrenzenden Grundstücken verknüpft. Die überwiegend städtischen Flächen, die seit längerem brach liegen, sollen für die Bebauung mit einem Wohn- und Geschäftsgebäude genutzt werden. Darüber hinaus bietet die in diesem Bereich befindliche ungenutzte Rasenfläche ein Freiflächenpotenzial, das im Sinne der Kernbereichsentwicklung aktiviert werden soll. In der Vergangenheit gab es bereits mehrfache Versuche unterschiedlicher Investoren eine Neubebauung zu realisieren, jedoch kam keiner dieser Versuche über das Planungsstadium hinaus.


"Kleedreieck" Fechenheim, Blick nach Alt-Fechenheim, © raumwerk

Im Auftrag der Stadt hat das Büro Raumwerk zwei Bebauungsstudien erstellt. Variante 1 geht vom Erhalt der öffentlichen Grünfläche in ihrer heutigen Größe und Lage aus. Variante 2 bezieht die Grünfläche in die Bebauung ein und schafft alternativ nutzbare öffentliche Räume in Zuordnung zur Neubebauung. Für die Entwicklung beider Varianten gab es identische Vorgaben, so sollten beispielsweise heute vorhandene öffentliche Stellplätze in einer Tiefgarage nachgewiesen, das Angebot unterschiedlicher Wohnformen geprüft und die Vergrößerung der Einzelhandelsflächen auf ein wirtschaftliches Maß erreicht werden.


"Kleedreieck" Fechenheim, Vogelperspektive auf die Platzsituation, © raumwerk

Eine Umstrukturierung und Neubebauung des Bereiches kann nur unter Einbeziehung der angrenzenden Grundstückseigentümer erfolgen, die in die Erarbeitung der Varianten einbezogen wurden. Im Hinblick auf die Umstrukturierung wurde die Liegenschaft Alt-Fechenheim 72 unter Einsatz von Fördermitteln aus dem Programm erworben. Die Diskussion der beiden Varianten im Stadtteil, in der Lokalen Partnerschaft und in der Verwaltung führte zu dem Ergebnis, dass die Variante 1 einer Umsetzung zugrunde gelegt werden soll. Im Hinblick auf die Realisierung und die Suche eines Investors werden derzeit weitere Planungsdetails vertieft und ergänzende Untersuchungen durchgeführt.


Kindertagessttte 27 - Neugestaltung des Vorplatzes

Platz vor der Kindertagesstätte 27, © Stadtplanungsamt Stadt Frankfurt am Main

Die öffentliche Grünfläche vor dem denkmalgeschützten Gebäude der Kindertagesstätte 27 an der Hauptgeschäftsstraße des Frankfurter Stadtteils Fechenheim wurde nicht adäquat genutzt, der Platz war oft vermüllt oder wurde als öffentliches Pissoir missbraucht. Auch von Seiten der Lokalen Partnerschaft sowie der Bevölkerung wurde der Zustand des Areals schon geraume Zeit beanstandet. 
Im Rahmen des Städtebauförderprogramms wurden die Frankfurter Landschaftsarchitekten Beuerlein/Baumgartner mit der Planung für die Neugestaltung der Fläche beauftragt. Begleitet wurde der Planungsprozess durch intensive Diskussionen mit der Lokalen Partnerschaft und den betroffenen Anliegern.


Im Frühjahr 2013 wurde interessierten Bürgerinnen und Bürgern erstmals der Entwurf der Landschaftsarchitekten zur Neugestaltung der öffentlichen Grünfläche in einer Sitzung des Ortsbeirates 11 vorgestellt. In der Folgezeit wurde der Entwurf im Stadtteilbüro „Aktive Kernbereiche“ ausgestellt. 

Die bauliche Umsetzung erfolgte ab Herbst 2013 unter Leitung des Grünflächenamtes. Nach Abschluss der Bauarbeiten erstrahlt der Platz, der im Juli 2014 von Bürgermeister Cunitz feierlich eröffnet wurde, in neuem Glanz.  


Summstein und Wellenbank, © Stadtplanungsamt Stadt Frankfurt am Main

Die verwendeten Sandsteinelemente orientieren sich an den Materialien des denkmalgeschützten Gebäudes der Kindertagesstätte. Die südliche Platzhälfte zieren ein Akustikspiel - ein so genannter Summstein - sowie eine Wellenbank zum Sitzen und Balancieren. Auf der nördlichen Platzhälfte erinnert auf Anregung des Fechenheimer Heimat- und Geschichtsvereins eine Bronzeplatte an das Wirken Turnvater Jahns in Fechenheim. In der Folgezeit soll auf Wunsch der Lokalen Partnerschaft auf der rechten Platzhälfte eine interaktive Informationstafel installiert werden.


Verbindungsgassen zwischen Mainufer und Alt-Fechenheim

Die Einkaufsstraße Alt-Fechenheim und das Fechenheimer Mainufer werden durch sechs Gassen miteinander verbunden. Die Gestaltung und Wahrnehmbarkeit von fünf dieser sechs Gassen sowie deren baulicher Zustand entsprechen jedoch nicht ihrer wichtigen Verbindungsfunktion. 
Mit der Umgestaltung und Aufwertung der Lappengasse, der Plessengasse, der Löhnunggasse, der Leinwebergasse sowie der Straße Am Mainbörnchen inklusive deren Mündungsbereiche soll die Beziehung zwischen dem Kernbereich und dem Freizeit- und Erlebnisraum Mainufer verbessert und die Zusammengehörigkeit betont werden.

Verbindungsgassen in der Planung - Linnefest, © Stadtplanungsamt Stadt Frankfurt am Main

Im Auftrag des Stadtplanungsamtes wurde von den Wiesbadener Landschaftsarchitekten exedra Müller & Jansen ein gestalterisches Gesamtkonzept für die Gassen erarbeitet. Das Konzept wurden im regen Austausch mit den Mitgliedern der Lokalen Partnerschaft abgestimmt und 2015 in der Sitzung des Ortsbeirates 11 sowie auf dem Linnefest mit der Öffentlichkeit diskutiert.

Das Konzept sieht für alle Gassen die Verwendung eines einheitlichen Pflasterbelages aus Beton vor. An den Einmündungen in die Straße Alt-Fechenheim und in den Leinpfad wird dieser Pflasterbelag zur Hervorhebung der besonderen Situationen durch Natursteinpflaster ergänzt. Eine richtungsweisende Struktur aus großformatigen Betonplatten soll den Blick und das Interesse auf das jeweilige andere Ende der Gasse lenken. Die Oberfläche dieser großformatigen Platten entspricht den Platten, die auf der Zeil verlegt wurden.
Der Auftrag für den Umbau der fünf Gassen soll in 2015 vergeben werden.

Neugestaltung der Wege zum Mainufer, Visualisierung Beispiel Plessengasse, © exedra Müller & Jansen