Förderprogramm Bahnhofsviertel
Frau Vera Neisen
Telefon: +49 (0)69 212 44103
Projektbeschreibung
Planungsanlass
Das Bahnhofsviertel hat aufgrund seiner zentralen Lage eine prägende Wirkung auf das Gesamtbild der Stadt. Mit seiner repräsentativen gründerzeitlichen Bebauung nimmt das Viertel eine besondere Stellung in Frankfurt ein. Zudem ist es als Standort zahlreicher internationaler kultureller Begegnungsstätten von regionaler und überregionaler Bedeutung.
Mit seinem überdurchschnittlich hohen Anteil an Bewohnern und Gewerbetreibenden mit Migrationshintergrund hat das Bahnhofsviertel auch eine über die Stadtgrenze hinausgehende Funktion für die Integration von Zuwanderern.
Zu Beginn des Jahrhunderts war das Bahnhofsviertel geprägt durch einen kontinuierlichen Rückgang der Wohnbevölkerung, durch den Leerstand von Wohnungen, Geschäften und Büroräumen sowie in Teilen auch durch den Verfall von wertvoller Bausubstanz. Die Stadt reagierte darauf, indem das Bahnhofsviertel für das Bund-Länder Städtebauförderungsprogramm „Stadtumbau Hessen“ angemeldet und parallel ein städtisches Förderprogramm auf den Weg gebracht wurde.
Beide Programme endeten 2019. Die Notwendigkeit, die Entwicklung im Bahnhofsviertel weiter positiv zu begleiten blieb jedoch bestehen. Die in einzelnen Bereichen problematische Gemengelage verschiedener Nutzungen und Milieus prägt das ambivalente Image und die öffentliche Wahrnehmung des Quartiers bis heute.
Die Stadt Frankfurt richtete vor diesem Hintergrund 2023 ein dezernatsübergreifendes Koordinierungsbüros ein, um die unterschiedlichen Aktivitäten im Stadtteil zielgerichteter zur Wirkung zu bringen.
2024/25 wurde unter Federführung des Koordinierungsbüros Bahnhofsviertel eine Zukunftsstrategie für den Stadtteil erarbeitet und im November 2025 vom Magistrat beschlossen. Das Stadtplanungsamt prüft aktuell, wie Teile davon in einem Aktionsprogramm weiter umgesetzt werden können.
Planungsgebiet
Das Bahnhofsviertel - mit einer Fläche von ca. 52 Hektar - liegt zentral zwischen Hauptbahnhof, Messe, Innenstadt, den Wohngebieten Westend im Norden und Sachsenhausen im Süden sowie dem Gutleutviertel- und dem Gallus im Westen.
Planungsziel
Die Ziele für die weitere Entwicklung des Bahnhofsviertels werden aktuell im Rahmen der Strategie Bahnhofsviertel erarbeitet. Sobald diese konkretisiert sind, können auch städtebauliche Entwicklungsziele definiert werden. Aus den vorangegangenen Stadterneuerungsprozessen gelten die grundlegenden Ansätze auch weiterhin fort. Ein ganzheitlicher Ansatz ist notwendig, um das Bahnhofsviertel in allen seinen Funktionen zu verbessern und das Miteinander verträglich zu gestalten. Dabei muss den bestehenden Nutzungen durch die Drogenszene und dem Rotlichtviertel Rechnung getragen werden. Bei Erhalt seiner Einzigartigkeit und Vielfalt sollte das Bahnhofsviertel eine für seine Bewohner:innen sowie für die Stadt und für Besucher:innen deutlich wahrnehmbare Imageverbesserung erfahren.
Planungsverlauf
Aktuell: Erarbeitung Strategie Bahnhofsviertel in Federführung des Koordinierungsbüros
2024: Einführung des Verfügungsfonds im Bahnhofsviertel
Mehr Informationen
Verfügungsfonds
Zur Stärkung eines gemeinwohlorientierten Engagements stellt die Stadt Frankfurt am Main den Gebieten der Stadterneuerung ein Budget (Verfügungsfonds) für die Durchführung von lokalen Kleinprojekten und Maßnahmen zur Verfügung. Durch den Fonds soll bürgerschaftliches Handeln im nicht-investiven Bereich eigenverantwortlich und unbürokratisch ermöglicht werden.
