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Am Römerhof

Thema:
Wohnen, Schule
Stadtteil: Ortbezirk:
2, 1
Gebietsgröße:
29 ha
Kontakt:

Frau Tanja Peter
Telefon: +49 (0)69 212 35603
Telefax: +49 (0)69 212 30731


Projektbeschreibung

Planungsanlass
Mit der Verlagerung des städtischen Omnibusbetriebshofs wird in direkter Nachbarschaft zum Europaviertel eine Fläche in einer Größenordnung von etwa 5 ha südlich des Rebstockparks frei. Hierdurch eröffnet sich die städtebaulich einmalige Möglichkeit, das östlich anschließende Europaviertel nach Westen zu erweitern. Bei der Projektentwicklung wird auf schon vorhandene Freiflächen- und Freizeitqualitäten vor Ort zurückgegriffen. Dazu zählen Flächen vom Gelände Rebstockpark/-bad, die Bezirkssportanlage, ein Bowlingzentrum  und zwei Kleingartenanlagen.

Mit der Konversion des heutigen Busbetriebshofs im östlichen Teil des Gewerbegebiets soll ein erster Baustein bei der Entwicklung eines neuen Stadtquartiers gelegt werden. Die städtische Wohnungsgesellschaft AGB Frankfurt Holding strebt an, auf den dortigen, kurz- bis mittelfristig frei werdenden Flächen etwa 700 Wohneinheiten zu realisieren. Zur Schaffung des entsprechenden Planungsrechts ist die Aufstellung eines Bebauungsplans erforderlich.

Planungsgebiet
Das Plangebiet liegt im Stadtteil Bockenheim unterhalb des Rebstockparks und der dortigen Kleingartenanlagen. Es erstreckt sich entlang der Straße Am Römerhof bandartig von Ost nach West.
 
Von Osten wird das Plangebiet durch die Straße Zum Rebstockbad und das dortige Messeparkhaus, von Westen durch die Kleingartenanlagen entlang der Bundesautobahn A 5 und von Süden von einem Damm begrenzt. Von Norden grenzen Kleingartenanlagen und der Rebstockpark an den Geltungsbereich an. 

Das Plangebiet besitzt eine Größe von etwa 29 ha. Es umfasst die gewerblichen Nutzungen entlang der Straße Am Römerhof. Dazu kommen die durch den Polizeisportverein Grün-Weiß e.V. und den Fußballverein SG Rot-Weiß e.V. genutzten Sportflächen, ein gewerblicher Gebrauchtwagenhandel im Westen und der städtische Busbetriebshof. Schließlich zählt eine von der Messe als Wohnmobilaufstellplatz genutzte Fläche im Osten des Geltungsbereichs zur Fläche dazu.

Im Regionalen Flächennutzungsplan sind die Flächen des heutigen Busbetriebshofs als Fläche für den Gemeinbedarf ausgewiesen. Die hieran anschließenden gewerblichen Flächen im Westen sind als gewerbliche Baufläche dargestellt. Die Sportflächen sind als Grünfläche mit der Zweckbestimmung Sportanlage dargestellt und werden von den Festlegungen Vorranggebiet Regionaler Grünzug sowie Vorbehaltsgebiet für besondere Klimafunktion überlagert.

Teile des Geltungsbereichs sind dem GrünGürtel zugeordnet und als Landschaftsschutzgebiet klassifiziert. Das betrifft insbesondere die Sport- und Grünflächen sowie den durch die Messe genutzten Wohnmobilstellplatz. Durch die beabsichtigten planungsrechtlichen Änderungen werden die entfallenden Flächen, sofern erforderlich, an anderer Stelle im Stadtgebiet ersetzt. 

Planungsziel
Das entlang der Straße Am Römerhof südlich des Rebstockparks verlaufende Gewerbegebiet mit autoaffinen Nutzungen wie dem TÜV Hessen, der Zulassungsstelle oder dem Busunternehmen Touring soll mittel- bis langfristig in ein urbanes, funktionsgemischtes Quartier mit mehr als 2.000 Wohneinheiten transformiert werden. Ein erster Baustein mit etwa 700 Wohneinheiten soll auf den Flächen des heutigen Busbetriebshofs entstehen. Ziel ist, ein Stadtquartier nach gründerzeitlichem Vorbild mit einer dem Standort angemessenen städtischen Dichte zu entwickeln. Geplant ist eine hohe soziale und funktionale Mischung sowie eindeutig getrennte öffentliche und private Räume zu entwickeln. Im Westteil des Plangebiets ist die Realisierung eines sechszügigen Gymnasiums für 1.200 Schüler einschließlich einer 6-Felder-Sporthalle geplant. Für die Quartiersversorgung werden ergänzend bis zu zwei Grundschulen sowie mehrerer Kindertagesstätten erforderlich.

Ein erster städtebaulicher Entwurf für das Plangebiet wurde im Rahmen eines kooperativen Planungsworkshops gemeinsam von Vertretern des Stadtplanungsamtes und des Deutschen Instituts für Stadtbaukunst entwickelt. Er sieht eine verdichtete sechsgeschossige Blockrandstruktur mit dreigeschossigen Hofgebäuden vor. Einzelne gewerbliche Nutzungen bleiben am Standort erhalten oder werden an anderer Stelle im Plangebiet integriert. Herzstück des Quartiers ist ein zentraler Platz am Kreuzungspunkt Schmidtstraße/Am Römerhof, der als neue Mitte mit entsprechender Versorgungsinfrastruktur ausgestattet werden soll. Ein Gymnasium, zwei Grundschulen sowie mehrere Kindertagesstätten ergänzen das infrastrukturelle Angebot. Der Anschluss an den öffentlichen Nahverkehr erfolgt derzeit über mehrere Buslinien. Künftig soll das Gebiet an die Stadtbahnlinie U5 angeschlossen werden. Hierbei soll der Gleiskörper in der Straße Am Römerhof verlaufen. Vorgesehen ist, eine Station an der Kreuzung Schmidtstraße/Am Römerhof auszubilden. Eine zweite Station soll etwa in Höhe des heutigen Bowlingzentrums entstehen.

Bei der Realisierung des Bebauungsplans sollen 30 Prozent der Wohnbaufläche für den geförderten Wohnungsbau vorgesehen werden. Bei einer Bebauung durch öffentliche Wohnungsbaugesellschaften ist ein Anteil von 40 Prozent nachzuweisen. 15 Prozent der neu entstehenden Geschossfläche Wohnen sind im Rahmen der Projektentwicklung für gemeinschaftliche und genossenschaftliche Projekte zur Verfügung zu stellen.

Projektverlauf
Der Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplanverfahren Nr. 919 „Am Römerhof“ wurde von der Stadtverordnetenversammlung am 13.12.2018 unter § 3475 gefasst. Zusammen mit dem Aufstellungsbeschluss wurde unter oben genanntem Paragraphen für Teilbereiche des Geltungsbereichs eine besondere Vorkaufssatzung nach § 25 BauGB, die Vorkaufssatzung Nr. 1 – Am Römerhof, beschlossen. Die besondere Vorkaufssatzung stellt Grundstücksverkäufe innerhalb ihres Geltungsbereichs unter einen Genehmigungsvorbehalt und dient der Stadt somit als Sicherungsinstrument zur Umsetzung ihrer gemeindlichen Planungsvorstellung.

Für das Plangebiet haben Vertreter des Stadtplanungsamtes gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Stadtbaukunst in einem einwöchigen, kooperativen Planungsworkshop im März 2018 einen städtebaulichen Entwurf erarbeitet. Dieser Rohentwurf wird derzeit von dem Deutschen Institut für Stadtbaukunst überarbeitet. Fachlich begleitet wird das Institut von Vertretern des Stadtplanungsamts und der ABG. Der finale Entwurf soll gegen Ende des Jahres 2019 / Anfang des Jahres 2020 vorliegen und die planerische Grundlage für das Bebauungsplanverfahren bilden.

Vertreter des Stadtplanungsamtes informierten im Rahmen der frühzeitigen Bürgerbeteiligung in einer Sondersitzung des Ortsbeirats 2 am 05.07.2019 im Margarethenhof – Seniorenresidenz Rebstockpark über die Ziele und Zwecke der Planung, die Entwurfsfortschritte sowie über das weitere Verfahren und die Beteiligungsmöglichkeiten.



PDF-Dateien zum Projekt

B919-Faltblatt [2616 KB]

Faltblatt zur Informationsveranstaltung

B919-Am Römerhof-Präsentation [10446 KB]

Präsentation zur Informationsveranstaltung

B919-Lageplan Am Römerhof [2307 KB]

Lageplan Am Römerhof Stand Juli 2019