Springen Sie direkt: zum Textanfang (Navigation überspringen), zur Hauptnavigation, zur Hilfsnavigation, zur Suche, zur Kontaktinformation

zur Startseite des Stadtplanungsamtes Frankfurt am Main
stadtplanungsamt-frankfurt.de

Hilfsnavigation

frankfurt.de

Soziale Stadt Gallus

Integriertes Erneuerungsverfahren nach dem Bund-Länder-Programm
"Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf
- die soziale Stadt" (§ 171e BauGB)


Stadterneuerung

Stadtteil:

Planungsanlass
Der Stadtteil Gallus wurde Ende 2001 in das Bund-Länder-Programm „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – die Soziale Stadt“ aufgenommen. Als Stadtteil mit einer überwiegend industriell geprägten Entstehungsgeschichte ist das Gallus seit 1970 durch den massiven Abbau von Arbeitsplätzen besonders vom Strukturwandel betroffen. Anlass für die Auswahl als Gebiet der Sozialen Stadt war der Mangel an gewerblichen Arbeitsplätzen, die Konzentration von sozial Benachteiligten, insbesondere von Menschen mit Migrationshintergrund (ca. 41,5 %) sowie von gering qualifizierten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Starke Umweltbelastungen durch die zahlreichen Verkehrstrassen, einhergehend mit dem Mangel an öffentlichen Grün-, Frei- und Spielflächen sowie deutlichen Modernisierungsrückständen in Wohnungsbestand und Wohnumfeld prägen das Erscheinungsbild. Neue städtebauliche Entwicklungen, wie die Umstrukturierung der ehemaligen Güterbahnhofsflächen in das künftige Europaviertel, werden nicht ohne Wirkung auf das Gallus bleiben und sollen durch die „Soziale Stadt Gallus“ sozialverträglich abgefedert und im Sinne von Entwicklungschancen positiv genutzt werden.

Planungsgebiet
Das Projektgebiet „Soziale Stadt Gallus“ umfasst eine Gesamtfläche von ca. 284 ha und ist mit insgesamt rund 25.800 Einwohnern einer der größten Stadtteile Frankfurts. Es liegt im westlichen Kernbereich der Stadt und ist gekennzeichnet durch seine historisch gewachsene Lage zwischen dem Areal des Güterbahnhofs im Norden (zukünftiges Europaviertel) und dem Hauptbahnhofsvorfeld im Süden. Durch diese Lage zwischen den beiden großen Eisenbahnanlagen siedelten sich im 19. Jahrhundert zahlreiche Produktionsbetriebe an und das Gallus entwickelte sich zu einem eigenständigen Industrie- und Arbeiterstadtteil. Neben großen Flächen für Industrie- und Gewerbebetriebe entstanden ab 1900 dicht bebaute Arbeiterwohnquartiere sowie in den nachfolgenden 20er/30er und 50erJahren die Hellerhofsiedlung und Friedrich-Ebert-Siedlung. Kennzeichnend für das heutige Gallus ist der deutliche Mangel an öffentlich nutzbaren Grünräumen bzw. Spiel- und Aufenthaltsflächen.

Planungsziel
Für die Stadt Frankfurt am Main besteht die Chance, den Stadtteil Gallus über den integrativen Ansatz des Bund-Länder-Programms Soziale Stadt städtebaulich zu erneuern, sozial zu stabilisieren, die lokale Identität und die interkulturelle Integration zu fördern und die lokale Wirtschaft zu stärken. Vorgesehen ist die nachhaltige Erneuerung des Stadtteils durch die Verbindung von wohnungswirtschaftlichen und städtebaulichen Aufgaben mit sozialen und arbeitsmarktpolitischen Effekten unter Einbeziehung der Bewohnerschaft und weiteren Akteuren vor Ort.

Projektverlauf
Im Vorgriff auf das Integrierte Handlungskonzept wurden von 2001-2003 bereits Projekte vorbereitet und umgesetzt, wie z.B. eine großzügige Spiel- und Bolzfläche an der Grenze zum zukünftigen Europaviertel, der "Europaspielpatz" an der Idsteiner Straße. Im Juli 2003 eröffnete das Stadtteilbüro "Soziale Stadt Gallus" in der Frankenallee mit Quartiersmanagement und Projektsteuerung. Das Stadtteilbüro ist seitdem Anlauf- und Informationsstelle für alle interessierten Bewohnerinnen und Bewohner ebenso wie für im Stadtteil engagierte Initiativen. Zeitgleich wurde mit der Erarbeitung des Integrierten Handlungskonzeptes (IHk) begonnen. Das IHk beschreibt die Ausgangssituation im Stadtteil und entwickelt daraus Handlungsansätze und Ziele für das Erneuerungsverfahren. Mit intensiver Beteiligung des Stadtteilbeirats wurde der Entwurf für das IHk weiterentwickelt, abgestimmt und im Juli 2006 durch die Stadtverordnetenversammlung beschlossen.

Im Frühjahr 2004 wurde der „Stadtteilbeirat Soziale Stadt Gallus“ als Bürgerbeteiligungsgremium ins Leben gerufen. Er setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Bewohnerschaft und der wichtigsten Institutionen und Initiativen aus dem Gallus zusammen.
Es folgten bauliche Projekte wie die Kletterwand in der Sporthalle der Paul-Hindemith-Gesamtschule, die im Oktober 2004 eingeweiht wurde.
In 2005 wurde die Umgestaltung des an die Seniorenbegegnungsstätte der Hellerhofsiedlung angrenzenden Innenhofes mit intensiver Beteiligung der anwohnenden Seniorinnen und Senioren nach nur 6 Monaten Planungs- und Bauzeit fertig gestellt. Weitere bauliche Projekte wurden planerisch in 2006 vorbereitet und im Verlauf des darauf folgenden Jahres erfolgreich umgesetzt, wie die Errichtung einer Spiel- und Freifläche an der Wohnanlage Anspacher Straße im Sommer 2007, die Errichtung eines Spiel- und Bolzplatzes im Galluspark II, Kleyer Straße im Herbst 2007 ebenso wie die Errichtung eines Kioskcontainers als Interimslösung bis zum Neubau des Quartierspavillons Quäkerwiese.
Die Projektleitung im federführenden Stadtplanungsamt bereitet aktuell die Umgestaltung, Aufwertung und Beleuchtung der Frankenallee sowie die Umnutzung des westlichen Tevesgeländes zur Durchführung vor.

Parallel zu den baulichen Projekten sind seit 2004 vielfältige soziale, nicht investive Projekte durchgeführt worden.

PDF-Dateien zum Projekt

Weitere Adressen [2 KB]

Weitere Ansprechpartner zum Thema Soziale Stadt Gallus finden Sie in dieser Datei.

Zum Lesen von PDF-Dateien benötigen Sie den Adobe Reader.

Projektleitung

Frau Maike Wollmann

Telefon: +49 (0)69 212 30128
Telefax: +49 (0)69 212 30761

Frau Petra Kanamüller

Telefon: +49 (0)69 212 46051
Telefax: +49 (0)69 212 31529