Rahmenplan und Förderprogramm Höchst
Planungsanlass
Bedingt durch verschiedene Faktoren leidet Höchst unter einem Bedeutungsverlust, der auch mit wirtschaftlichen Einbußen einhergeht.
Die Konkurrenz des expandierenden Main-Taunus-Zentrums, der Wegzug der Kreisverwaltung und die Verlagerung des Haupttores des Industrieparks nach Süden haben hierzu beigetragen.
Mit dem Rahmenplan sollen - ausgehend von Strukturuntersuchungen des Stadtteils - die Bindungen, die Mängel und die Chancen von Höchst herausgearbeitet werden.
Planungsgebiet
Das Plangebiet umfasst die Innenstadt von Frankfurt-Höchst zwischen der Bahntrasse im Norden, dem Main im Süden sowie zwischen Industriepark im Westen und der Stadtteilgrenze zu Nied im Osten.
Im Westen werden der Parkplatz des Industrieparks und im Norden das Parkhaus sowie der Busbetriebshof als Entwicklungspotenziale mit in das Planungsgebiet einbezogen. Letztere Flächen sind jedoch nicht Bestandteil des Förderprogramms
Planungsziele
Ausgehend von einer Verkehrsuntersuchung wurde zunächst ein Parkraumbewirtschaftungskonzept entwickelt, und ein Verkehrskonzept erstellt, das die Höchster Innenstadt in zwei Stufen vom Durchgangsverkehr entlastet. Der Verkehr soll langfristig südlich entlang der Bahn verlaufen. Hierzu ist ein Straßendurchbruch zwischen Ludwig-Scriba-Straße und Kasinostraße erforderlich.
Im Plan wird ferner eine Straßenbahnverlängerung der Linie 11 in Richtung Höchster Innenstadt vorgeschlagen.
Im Rahmenplan werden städtebauliche Ideen für drei größere Bereiche entwickelt:
Die „Neue Weststadt“, das VGF- und das SÜWAG-Kraftwerksgelände.
Darüber hinaus werden thematisiert und Illustriert:
- der Straßendurchbruch „Bahnparallele Nordpassage“,
- die Markthalle und der Marktplatz mit einer Schließung der Westfront des Platzes,
- die Neugestaltung des Andreasplatzes nach der Herausnahme des Verkehrs,
- die Neugestaltung von Straßenzügen nach erfolgter Verkehrsberuhigung - insbesondere Hostatostraße, Antoniterstraße und Bolongarostraße
- erste Überlegungen zur Verlängerung der Straßenbahn Linie 11 an die Königsteiner Straße und zum Bahnhof Höchst.
Projektverlauf
Mit Beschluss der Stadtverordnetenversammlung aus dem Jahre 2000 war der Magistrat beauftragt, den Rahmenplan aus dem Jahre 1990 zu aktualisieren, da die damals benannten Probleme seither nicht geringer geworden seien. Als Grundlage für eine solche Planung wurde zunächst ein Stadtteilverkehrsplan in zwei Stufen erstellt, der die Potenziale der Verkehrsberuhigung nach a) Verlängerung der Leunastraße und b) nach einem Straßendurchstich Ludwig-Scriba-Straße / Casinostraße untersucht und darstellt. Als zweiter Schritt wurde ein Parkraumbewirtschaftungskonzept erstellt, das die Innenstadt Höchst in verschiedene Zonen hinsichtlich der maximalen Parkdauer gliedert - in Abhängigkeit von Lage und Geschäftsbesatz.
Der Rahmenplan wurde 2006 von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen. Gleichzeitig wurde ein Förderprogramm von 21 Mio. für das Rahmenplangebiet beschlossen, mit dem Wohnungsbau- und Modernisierungsmaßnahmen gefördert werden sollen. Hierfür wurden 2007 Förderrichtlinien aufgestellt, die im Februar 2008 beschlossen wurden.
Bis Juli 2009 lagen 60 Förderanträge vor, 35 davon wurden bewilligt, 12 Projekte sind abgeschlossen. Mittel in Höhe von 783 000 € sind verpflichtet, 235 000 € sind ausgezahlt.
PDF-Dateien zum Projekt
Projektleitung
Frau Sabine Leithäuser
Telefon: +49 (0)69 212 30416
Telefax: +49 (0)69 212 40566


