Niederrad am Main
Offener, zweiphasiger städtebaulicher Ideen-Wettbewerb 2009-2010
Städtebaulicher Entwurf, Wohnen, Öffentlicher Raum
Planungsanlass
Im Sinne einer städtebaulichen Neuordnung des Niederräder Nordens sollte der Bereich aufgewertet werden.
Dem gesamten Bereich kommt aufgrund seiner Lage und seinen Potenzialen gerade im Bereich Wohnen und Erholung eine wichtige Bedeutung sowohl für den Stadtteil als auch für die Gesamtstadt zu.
Planungsgebiet
Das Wettbewerbsgebiet umfasst den nördlichen Rand des Frankfurter Stadtteils Niederrad und liegt zwischen dem Main im Norden, den Universitätskliniken im Osten, der Bürostadt Niederrad im Westen und dem Ortskern im Süden.
Planungsziele
Ziel dieses städtebaulichen Ideenwettbewerbes war es, Ideen für eine, den vielfältigen an ihn gestellten Nutzungsansprüchen angemessene Aufwertung zu entwickeln.
Insbesondere wurden Vorschläge für die Neuordnung der Bebauung sowie Verkehrs- und Freiflächenstrukturen erwartet. Von besonderer Bedeutung sind Flächenoptionen für Wohnbauzuwachsflächen. Hierbei ist eine zukunftsfähige und sozial verträgliche Wohnbauentwicklung im Wettbewerbsgebiet zu ermöglichen und der funktionale und räumliche Zusammenhang des Stadtteiles Niederrad mit dem Mainufer, aber auch mit dem auf der anderen Mainseite liegenden Gutleutviertel und der Innenstadt zu stärken.
Wettbewerbsverlauf
Im Rahmen des Wettbewerbes wurden von den Teilnehmern Lösungsvorschläge erwartet, wie:
- eine sinnvolle Abgrenzung und Zuordnung von bebauten Flächen und Freiflächen gefunden werden kann,
- neue Wohnbauflächen durch Nachverdichtung und / oder Konversion bereits baulich oder heute anders genutzter Flächen generiert werden können,
- die Hochhaussiedlung Im Mainfeld nachhaltig in ihrer Wohn- und Wohnumfeldqualität aufgewertet kann,
- die vorhandenen Freiflächen aufgewertet und durch neue Wegebeziehungen zum Stadtteil und Main verknüpft werden können und
- die Trennwirkung der Straße Niederräder Ufer ohne wesentliche Einbußen ihrer Leistungsfähigkeit reduziert werden kann.
Gegenstand des Wettbewerbes war die Entwicklung einer städtebaulichen, freiraum-planerischen und verkehrlichen Grundkonzeption für das ca. 72 ha große Plangebiet.
Der Wettbewerb lief als EU-weiter, offener, zweiphasiger Wettbewerb gemäß § 3 Abs. 1 und Abs. 3 RPW 2008.
In der Phase I des Wettbewerbes wurden Leitideen für die städtebauliche Ordnung des Gesamtareals entwickelt und dargestellt (Maßstab 1:2000).
Die Phase II des Wettbewerbes hatte die Präzisierung der Leitideen sowie die vertiefende planerische Betrachtung des zentralen Bereiches des Wettbewerbsgebietes um die Siedlung Mainfeld bzw. der von der Jury ausgewählten Teilbereiche zum Inhalt (Maßstab 1:1000).
Abgabetermin für die Teilnehmer (Stadtplaner, Architekten, Landschaftsplaner) für die erste Phase war der 05.02.2010.
In der Preisgerichtssitzung am 23.02.2010 wurden 15 Büros für die zweite Phase ausgewählt und der zu bearbeitende Vertiefungsbereich festgelegt.
Danach begann die Arbeitsphase für die Teilnehmer vom 04.03 bis 30.04. Ein Kolloquium für die Teilnehmer fand am 17.03.2010 statt.
Der Abschluss des Wettbewerbs war am 26.05.2010. Es wurden Preise und Anerkennungen im Gesamtwert von 111.000 € vergeben.
Die Wettbewerbsergebnisse wurden bis zum 18.06.2010 in Niederrad öffentlich ausgestellt.


