Neugestaltung der Vorplätze am Hauptbahnhof
Planungsanlass
Der Frankfurter Hauptbahnhof ist jeden Tag für etwa 350.000 Reisende und Besucher der erste Berührungspunkt mit der Stadt Frankfurt am Main. Rund 350 Fernzüge der Deutschen Bahn fahren ihn täglich an; hinzu kommen der Regionalverkehr, die S- und U-Bahnen, Straßenbahnen und Busse. Der Frankfurter Hauptbahnhof ist damit der wichtigste Verkehrsknoten der Stadt und zugleich Eingangstor und Aushängeschild.
Der Bahnhofsvorplatz und die beiden seitlichen Plätze werden dieser Bedeutung nicht mehr gerecht: sie bedürfen dringend einer gestalterischen Aufwertung in Zusammenhang mit einer funktionalen und verkehrlichen Neuordnung.
Planungsgebiet
Das Plangebiet umfasst den nach Osten, zur Innenstadt gerichteten zentralen Bahnhofsvorplatz, den südlichen und den nördlichen Bahnhofsvorplatz, deren Verlängerung in die Poststraße und die Mannheimer Straße sowie das so genannte „Campanile-Grundstück“ zwischen Mannheimer Straße, Stuttgarter Straße, Pforzheimer Straße und Karlsruher Straße.
Planungsziel
Um das direkte Umfeld des Frankfurter Hauptbahnhofs zu einem attraktiven „Tor zur Stadt“ umzugestalten, haben die Stadt Frankfurt und die Deutsche Bahn AG gemeinsam einen städtebaulichen Ideen- und Realisierungswettbewerb ausgeschrieben, um von Architekten, Stadt- und Verkehrsplanern Ideen für die Neugestaltung zu erhalten. Aufgabe des Wettbewerbs war es, für diesen wichtigen innerstädtischen Ort eine räumlich und gestalterisch der Bedeutung des Hauptbahnhofs angemessene Konzeption zu entwickeln, die funktionell durchdacht ist und alle wesentlichen Anforderungen der verschiedenen Verkehre und sonstigen funktionalen Abläufe berücksichtigt. Darüber hinaus sollten in einem Ideenteil des Wettbewerbs Vorschläge für die Konzeption des „Campanile-Grundstücks“ südlich des Bahnhofs und zur Nutzung der unterirdischen Posthalle sowie des Posttunnels, der die Gleise in Nord-Süd-Richtung quert, unterbreitet werden.
Weitere Schritte/Vorgehen
Nach dem Wettbewerb erfolgte eine Überarbeitungsphase. Die beiden bestplatzierten Arbeiten wurden von den Verfassern überarbeitet. Nun stehen noch einige verkehrliche Klärungen aus, bevor die Entscheidung getroffen werden kann, welcher der beiden Entwürfe oder welche Entwurfsteile die Grundlage für eine Neuordnung und Neugestaltung sein sollen.

