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Honsellstraße

Städtebaulicher Entwurf, Öffentlicher Raum

Stadtteil:

Planungsanlass: 
Die Flächen des Plangebietes sind teilweise brachgefallen oder untergenutzt. Im Rahmen der Planung sollen die Flächen nachhaltig aktiviert und in eine standortverträgliche Nutzungsmischung in angemessener Dichte überführt werden. Die Erschließung ist in vielerlei Hinsicht unzureichend und bedarf einer grundlegenden Überarbeitung. Zugleich ist das Plangebiet stark versiegelt und wenig ansehnlich. Mit der Planung sollen außerdem der Mainuferpark verlängert und der Hafenpark ergänzt werden.

Planungsgebiet:  
Das Planungsgebiet liegt im Frankfurter Ostend, in direkter Nachbarschaft zum künftigen Standort der Europäischen Zentralbank. Es umfasst eine Fläche von 19 ha und erstreckt sich von der Hanauer Landstraße, zwischen Osthafenplatz und Eytelweinstraße, bis hinunter zum Mainufer und über den Main. 

Planungsziel:  
Das Planungsziel des Bebauungsplanes Nr. 799 - Honsellstraße - besteht in der Weiterentwicklung der gewerblich geprägten Gebietsstruktur zu einem urban gemischten und belebten Quartier mit kulturellem und gastronomischem Angebot sowie Büro- und Einzelhandelseinrichtungen. Besondere Berücksichtigung erfährt dabei die Umgebungslärmbelastung durch die Verkehre der Hanauer Landstraße und der Deutschherrnbrücke, aber auch durch die lärmverursachende, 24 Stunden aktive, gewerbliche Nachbarschaft im Unterhafen.

Die Vernetzung mit den umliegenden südlichen Stadtteilen wie Sachsenhausen und Oberrad wird durch den Neubau der Mainbrücke Ost verbessert. Die von dem Architekturbüro Heide entworfene, filigrane Bogenbrücke orientiert sich eng an der das Hafenbecken überspannenden Honsellbrücke aus der Jahrhundertwende und übersetzt sie in eine architektonisch zeitgemäße Sprache. Sie wird ab 2011 auf dem südlichen Honselldreieck vormontiert, um dann an ihren eigentlichen Platz eingeschwommen zu werden. 2013 soll die Brücke nach heutigem Zeitplan fertiggestellt und die Brückensilhouette Frankfurts um ein weiteres Wahrzeichen bereichert werden.

Weitere den Verkehrsfluss im Gebiet verbessernde Maßnahmen sind die Anlage von Kreisverkehrsplätzen am südlichen Ende des Osthafenplatzes und auf der Südmolenspitze, die Umgestaltung der Eyssenstraße sowie die Verlagerung der Honsellvorlandrampe nach Süden.

Auf dem südlichen Honselldreieck wird ab Frühjahr 2011 der Hafenpark entstehen, ein 40.000 großer Sport- und Bewegungspark, der den Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen genauso entsprechen soll wie den von Erwachsenen. Der Entwurf des Berliner Büros Sinai - Faust Schroll Schwarz hat sich gegen 28 Wettbewerbsteilnehmer durchsetzen können. Mit Realisierung des Hafenparks kann die Mainuferpromenade um ein weiteres Stück nach Osten verlängert werden, bisher musste sie an der Ruhrorter Werft enden. Die direkte Lage am Wasser mit der rauen Kulisse des Osthafens im Hintergrund macht den Hafenpark einmalig in Frankfurt. Hier können sich lärmintensive, sportive Nutzungen wie Skaten oder Basketball problemlos realisieren lassen.

Die Südmolenspitze soll künftig ein 60 m hohes Hochhaus krönen. Eine erste, von dem Büro Heide Architekt erstellte Machbarkeitsstudie für ein solches Hochhaus liegt bereits vor.

Projektfortschritt: 
Der Aufstellungsänderungs- und Offenlagebeschluss zu dem Bebauungsplan Nr. 799 - Honsellstraße - wurde am 10.12.2009 unter § 7327 gefasst.
Die frühzeitige Bürgerbeteiligung erfolgte bereits am 26.05.2009 im Rahmen einer Ortsbeiratssitzung des Ortsbeirates 4 in Bornheim. Die Planung wurde daraufhin weiter verfeinert und abgestimmt. Die öffentliche Auslegung erfolgte in der Zeit vom 17.03.2010 bis 26.04.2010.

Projektleitung

Frau Tanja Peter

Telefon: +49 (0)69 212 35603
Telefax: +49 (0)69 212 40566