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Dom-Römer-Areal

Städtebauliche Neuordnung des Dom-Römer-Areals


Städtebaulicher Entwurf

Stadtteil:
Planungsanlass
Mit Ablauf der Mietperiode für das Technische Rathaus im Jahr 2007 hat sich für die Stadt Frankfurt am Main die Möglichkeit des Rückkaufs der Immobilie eröffnet. Dieser Schritt war Anlass, über den Umgang mit dem Gebäude nachzudenken. Der Erhalt des Technischen Rathauses in seiner heutigen Form wird aufgrund der geringen stadträumlichen Qualität und des kaum vorhandenen Bezugs zur historischen Altstadt von weiten Teilen der Bevölkerung in Frage gestellt. Daher wurde entschieden das Rathaus abzureißen und Vorschläge für eine Neubebauung des Areals zu entwickeln.
 
Planungsgebiet
Das Plangebiet umfasst mit etwa 7000 die Grundstücke des Technischen Rathauses und des Archäologischen Gartens und somit die historische Keimzelle der Stadt Frankfurt am Main.
 
Planungsziele
Das ehemalige Altstadtquartier zwischen Dom und Römer soll nach dem Abriss des Technischen Rathauses neu bebaut werden. Im Sinne von Stadtreparatur soll ein durch altstadttypische Dichte geprägtes, kleinteilig strukturiertes Quartier entstehen. Das historische Netz aus Gassen und Plätzen soll weitgehend wieder hergestellt werden. Es ist eine lebendige Nutzungsmischung angestrebt, die zur Belebung des Standorts beiträgt. Der Straßenzug Markt, der auch als Krönungsweg bekannt ist, soll auf das ursprüngliche Niveau abgesenkt werden. Um die Geschichte des Ortes stärker erlebbar zu machen ist vorgesehen, sechs ehemalige Altstadthäuser zu rekonstruieren. Die Charakteristik der ehemaligen Altstadt soll an den Fassaden und Dächern der übrigen Gebäude ablesbar sein.
 
Projektverlauf
Seit dem 2005 durchgeführten Wettbewerb wurde mehrere Jahre intensiv über die Bebauung des Dom-Römer-Areals öffentlich diskutiert. Es wurde Kritik an der Planung geäußert und die Rekonstruktion historischer Altstadthäuser gefordert. Um eine möglichst breite Bürgerbeteiligung sicherzustellen, wurde im Herbst 2006 eine Planungswerktstatt durchgeführt, an der etwa 60 Bürgerinnen und Bürger mitgewirkt haben. Die daraus abgeleitete Planung wurde von der Stadtverordnetenversammlung mit großer Mehrheit im September 2007 beschlossen.
Auf der Grundlage des historischen Quartiersgrundrisses soll das Areal kleinteilig mit rund dreißig Häusern bebaut werden. Sechs ehemalige Altstadthäuser sollen möglichst originalgetreu rekonstruiert werden. Die Gestaltung der übrigen Fassaden richtet sich nach einer Gestaltungssatzung und dem Votum eines Gestaltungsbeirats. Um ein lebendiges Quartier zu erhalten, ist als Nutzung hauptsächlich eine Mischung aus Wohnen in den Obergeschossen und kleinen Läden, Gewerbe- und Gastronomiebetrieben in den Erdgeschossen vorgesehen. Auch die Geländehöhen gleichen sich wieder an den Vorkriegszustand an – die obere Etage der Römer-Tiefgarage wird abgebrochen, um den ehemaligen „Krönungsweg“ zwischen Dom und Römer auf das historische Niveau abzusenken.
Zur Entwicklung und Bebauung hat die Stadt Frankfurt am Main 2009 die Dom-Römer GmbH gegründet. Sie macht das Grundstück baureif, bebaut es und vermarktet die Gebäude im Wege der Erbbaurechtsbestellung.

Publikationen des Stadtplanungsamtes zum Projekt

Projektleitung

Herr Nils Schalk

Telefon: +49 (0)69 212 43759
Telefax: +49 (0)69 212 30731